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Meldungen von der "Klassenfront" (2007)

by Rudolf Mühland last modified 2007-07-06 14:43

"Völlig veraltete Klassenkampftheorie: Was den Armen zu wünschen wäre für eine bessere Zukunft? Nur daß sie alle im Kampf gegen die Reichen so unbeirrbar sein sollen so findig und so beständig wie die Reichen im Kampf gegen die Armen sind" - ERICH FRIED




USA: Streik bei Daimler-Tochter Freightliner
Rund 670 Maschinisten des Freightliner-Werkes Swan Island in der Großstadt Portland im US-Bundesstaat Oregon lehnen einen zwischen ihrer Gewerkschaftsführung und dem Unternehmen ausgehandelten Tarifvertrag ab und traten am Dienstag in den Streik. Sie sind dagegen, dass Zahlungen für die Krankenversicherung der Betriebsrentner in Zukunft auslaufen sollen. Freightliner gehört zum Daimler-Konzern.
05.07.2007
Albanien: Bergleute im Streik
660 Bergleute des Chromerzbergwerks Deco Metal's Mine streiken seit einem Monat für bessere Sicherheitsvorkehrungen, eine Lohnerhöhung, eine Lebensversicherung und die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. Der Streik begann nach dem tödlichen Unfall von zwei Bergleuten in tausend Meter Tiefe am 5. Juni. Der Streik wird von dem Bund der albanischen Industriearbeiter organisiert und hat die Unterstützung der Internationalen Gewerkschaft ICEM. In dieser sind Chemie- und Bergarbeitergewerkschaften weltweit zusammengeschlossen, u.a. die IGBCE. (www.icem.org)
04.07.2007
Südafrika: Streik bei Vodacom
Am Montag traten 1.000 Beschäftigte des südafrikanischen Mobilfunkbetreibers Vodacom in den Streik. Sie wollen ihren Streik auch am Dienstag und Mittwoch fortsetzen. Das Unternehmen hat die Arbeiter ausgesperrt. Die Communication Workers Union verlangt die Anerkennung als Gewerkschaft, höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Vodacom gehört dem britischen Vodafone-Konzern und der südafrikanischen Telkom.
04.07.2007
BRD: Bundesweiter Warnstreik der Lokführer
Der von 5.00 - 9.00 Uhr heute morgen angesetzte flächendeckende Warnstreik der in der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) organisierten Lokführer und Zugbegleiter hat große Teile des Bahnverkehrs in Deutschland stillgelegt. Die Bahn versuchte ihn durch den Einsatz möglichst vieler Beamter zu schwächen, da diese nicht streiken dürfen. Die GDL fordert für die Lokführer ein Einstiegsgehalt von 2.500 €. Die bisherigen Gehälter liegen zwischen 1.970 und 2.142 € Maximum und wurden seit 1994 um real 9,5% entwertet.
03.07.2007
Südkorea: Politischer Streik gegen Freihandelsabkommen
Am 28. Juni traten 110.000 Metallarbeiter in Südkorea in den Streik, aus Protest gegen den Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen Südkorea und den USA. Dieses wurde am 30. Juni unterzeichnet. Die Regierung machte massiv Druck gegen die Streikenden. Um zu verhindern, dass sie von der Polizei niedergeknüppelt werden, führten die Automobilarbeiter von Hyundai Motors ihren Streik zusammen mit Demonstrationen an neun verschiedenen Stellen innerhalb des Werks durch, in der Nähe der Montagelinien. (www.imfmetal.org)
03.07.2007
Essen: Protest vor der RAG-Zentrale
Heute fand rund um das RAG-Hochhaus in der Essener City eine Protestversammlung mit einer Demonstration mit ca. 350 Teilnehmern statt. Aufgerufen hatten Beschäftigte der Bergbau-Spezialfirma Deilmann-Haniel. Delegationen von DSK-Kollegen verschiedener Bergwerke von Ruhr und Saar sowie aus zahlreichen Betrieben (Opel/Bochum, Hoesch-Spundwand und Profil/Dortmund, Degussa/Essen, Thyssen Duisburg und Dortmund, Widia/Essen) drückten ihre Solidarität mit dem Kampf der Bergleute um ihre Arbeits- und Ausbildungsplätze aus.
03.07.2007




Großbritannien: Post bestreikt
Rund 130.000 Beschäftigte der britischen Post (Royal Mail) streikten vergangenen Freitag landesweit. Sie protestieren gegen das "Angebot", die Löhne nur um 2,5 Prozent zu erhöhen, dabei liegen die Löhne bereits jetzt unter dem britischen Durchschnitt. Außerdem richtete sich der Streik gegen die geplante Umstrukturierung von Royal Mail, bei der bis zu 40.000 der 200.000 Stellen vernichtet werden. In Großbritannien wurde der Postmarkt zum 1. Januar 2006 privatisiert.
02.07.2007
Schweden: Selbständiger Streik bei Volvo
Am vergangenen Donnerstag gab es im Volvo-Werk Umea einen selbständigen Streik. Rund 150 Arbeiter des LKW-Werks streikten für 1,5 Stunden. Gewerkschaften und Geschäftsleitung haben die weiteren Lohnverhandlungen auf die Zeit nach den Sommerferien vertagt. Die Gewerkschaft fordert 2.050 Kronen Lohnerhöhung.
02.07.2007
Israel: 20.000 demonstrieren gegen Katsav-Deal
Am Samstag gingen in Tel Aviv 20.000 Menschen auf die Straße, um gegen die außergerichtliche Vereinbarung zwischen der Generalstaatsanwaltschaft und Präsident Katsav zu protestieren. Katsav wird beschuldigt, zwei Mitarbeiterinnen vergewaltigt zu haben. Durch den Deal wird Katsav nun nur noch "sexuelle Belästigung" vorgeworfen.
02.07.2007

Lübeck: Hafenarbeiter und Müllwerker gegen Privatisierung
Am 28. Juni demonstrierten ca. 250 Lübecker, hauptsächlich Müllwerker, gegen die Privatisierung der stadteigenen Lübecker Hafen-Gesellschaft LHG und der Lübecker Entsorgungsbetriebe. Der Lübecker Hafen mit einer Zuwachsrate von 10% im letzten Jahr ist für Großkonzerne ein Objekt der Begierde, und LHG-Chef Evers versucht mit einer unbezahlten Arbeitszeitverlängerung dieses Filetstück noch attraktiver zu machen. Daß zunächst "nur" 25% des Hafens verkauft werden sollen ist sicher als Teilerfolg des Kampfes der Hafenarbeiter zu werten. Viele Hafenarbeiter nahmen daraufhin auch nicht an der Demonstration teil und haben ihre wirkungsvolle Überstundenverweigerung eingestellt. Aber viele Kollegen sahen deutlich, daß auch 25 prozentiger Verkauf ein Einstieg in die Privatisierung ist und die Hafenarbeiter damit beruhigt werden sollten.
30.06.2007
Tschad: Regierungs-Gewalt gegen Streikende
Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst und den Staatsbetrieben des mittelafrikanischen Landes Tschad befinden sich seit rund einem Monat im Streik. Die Regierung setzt zunehmend Polizei gegen die Streikenden und ihre Gewerkschaften ein, um den Arbeitskampf zu unterdrücken. Die Arbeiter fordern Lohnerhöhungen, eine Anhebung des Mindestlohns, höhere Renten und Zulagen für die Familien entsprechend der Erhöhung der Lebenshaltungskosten. (www.africafiles.org)
29.06.2007
Südafrika: Streik im öffentlichen Dienst beendet
Gestern beendeten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst Südafrikas ihren am 1. Juni begonnenen Streik. Rund 600.000 Lehrer, Krankenschwestern und andere Beschäftigte streikten für eine Lohnerhöhung von 12%. Die Regierung gestand ihnen nach vier Wochen 7,5% zu. Die Gewerkschaften werfen der Regierung vor, dass sie mit ihrer Politik die großen Konzerne und Banken fördert und sich die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert. Es war der größte Streik in Südafrika seit dem Sturz des Apartheid-Regimes im Jahr 1994.
29.06.2007
Frankreich: Eisenbahner gegen Einschränkung des Streikrechts
Der neu gewählte französische Staatspräsident Sarkozy will das Streikrecht einschränken. Streiks sollen in Zukunft offiziell "angekündigt" werden. Bei Streiks in Verkehrsbetrieben wie der Eisenbahn und der Metro will die Regierung Beschäftigte zu "Minimaldiensten" zwangsverpflichten. Gestern legten rund 500 Eisenbahner auf dem Pariser Bahnhof Monparnasse aus Protest gegen die geplante Einschränkung des Streikrechts die Arbeit nieder.
28.06.2007
Malaysia: Landesweite Demos für Mindestlohn
In Malaysia organisierten die Gewerkschaften am Montag landesweite Demonstrationen für einen Mindestlohn von 900 Malaysischen Ringgit (RM) im Monat für den privaten Sektor, das sind knapp 200 Euro. Arbeiter auf den Plantagen, in der Textil- und Bekleidungsindustrie und im Hotelgewerbe verdienen weniger als 400 RM im Monat. Der Kampf für einen nationalen Mindestlohn wird seit 10 Jahren geführt.
28.06.2007




Spanien: Streik bei VW-Autozulieferer
Ein Streik bei dem spanischen Autozulieferer GDX Automotive hat die Produktion des VW-Touran bei der VW-Tochter Auto 5000 in Wolfsburg lahm gelegt. Die Nachtschicht am Montagabend und die Früh- und Spätschicht am Dienstag fielen wegen fehlender Tür- und Fensterdichtungen aus. 800 Autos wurden nicht gebaut.
27.06.2007
Frankreich: Journalisten-Streik gegen Zeitungsverkauf
Am Montag sind die beiden französischen Wirtschaftszeitungen "Les Echos" und "La Tribune" nicht erschienen. Auch ihr Auftritt im Internet blieb unbearbeitet, weil beide Redaktionen geschlossen gestreikt haben. Die Zeitung "Les Echos" soll an den Milliardär Louis Vitton verkauft werden, Chef des Luxusartikelkonzerns LVMH und Freund des neuen französischen Staatspräsidenten Sarkozy. Die Zeitung "La Tribune" gehört ihm schon, die Redaktion befürchtet einen Verkauf des Blatts und Entlassungen, falls er die andere Wirtschaftszeitung erwirbt.
27.06.2007
Kiel: Bauarbeiter-Demo
Gestern demonstrierten rund 1.000 der streikenden Bauarbeiter aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Kiel. Sie fordern, dass der ausgehandelte Tarifvertrag auch in diesen beiden Bundesländern übernommen wird. Nach Angaben der IG BAU befinden sich 1.600 Bauarbeiter auf mehr als 234 Baustellen im Streik. Für den Donnerstag plant die IG BAU eine Großveranstaltung in Hannover.
26.06.2007
Bangladesch: Streik in Jutefabriken
Die Arbeiter von vier Jutefabriken der staatlichen Gesellschaft Bangladesch Jute Mills Corp. (BJMC) sind am Donnerstag in den Streik getreten. Gestreikt wird in der Produktion von Säcken bei Platinum, Crescent, Star und Peoples in der Stadt Khulna. Die Arbeiter verlangen, dass ihr vereinbarter Tageslohn von 160 Taka (weniger als 2 €) ausbezahlt wird und nicht nur 80 Taka.
256.06.2007


Peru: Kupferbergleute streiken
Die Arbeiter der Southern Copper Corp. in Peru traten am letzten Samstag in den Minen Cuajone und Toquepala sowie der Schmelze Ilo in den Streik. Sie verlangen Lohnerhöhungen von 25 Soles am Tag, das sind 7,89 US-Dollar. Die Gesellschaft, fünftgrößter Kupferproduzent der Welt, bietet jedoch nur 3,15 Soles. Die Kupferpreise bewegen sich gegenwärtig auf einem Rekordniveau, wodurch die Nettogewinne im letzten Jahr um 44% auf 2 Mrd. US-Dollar gestiegen sind.
25.06.2007


Nigeria: Generalstreik gegen Benzinpreise
In Nigeria findet seit drei Tagen ein landesweiter Generalstreik statt. Die Gewerkschaften wollen dadurch die Regierung zwingen, die jüngste Erhöhung der Benzinpreise zurückzunehmen. Schulen, Geschäfte, Märkte, Tankstellen und Betriebe sind geschlossen. Verschärft wurde die Lage, als die Polizei gestern 50 Gewerkschafter in Enugu verhaftete.
23.06.2007
BRD: IG Bau weitet Streik aus
Gestern hat die IG Bauen Agrar Umwelt (IG Bau) ihren Streik in Niedersachsen und Schleswig-Holstein ausgeweitet. 1.500 Bauarbeiter ließen auf mehr als 220 Baustellen die Arbeit ruhen. In den beiden Bundesländern weigern sich die Unternehmerverbände, den bundesweit angenommenen Tarifvertrag zu akzeptieren.
23.06.2007
Israel: Postler im Streik
Die Beschäftigten der israelischen Post sind am Mittwoch in den Streik getreten. Sie wehren sich damit gegen bevorstehende Entlassungen angesichts der ab dem 1. Juli zugelassenen Öffnung der Postdienste für billigere Konkurrenzfirmen, welche die geltenden Arbeitsbedingungen unterbieten.
22.06.2007


Nigeria: Generalstreik
Gestern war der erste Tag eines Generalstreiks in Nigeria wegen der gestiegenen Benzinpreise. Der Benzinpreis soll von 65 Naira (51 US-Cents) um 15% auf 75 Naira erhöht werden. In den Großstädten des Landes stand das öffentliche Leben still, Schulen und Banken waren geschlossen. In der Hauptstadt Abuja räumte die Polizei einige Barrikaden ab, die von den Streikenden errichtet worden waren.
21.06.2007
Polen: Krankenschwestern und Hebammen unterstützen Ärztestreik
Am Dienstag demonstrierten in der polnischen Hauptstadt Warschau 20.000 Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen für ihre Lohnforderungen und höhere staatliche Gesundheitsausgaben. Krankenschwestern und Hebammen unterstützten den seit fünf Wochen dauernden Ärztestreik. Eine Reihe von Demonstrantinnen harrte vor dem Präsidentenpalast auch die Nacht über aus, weil sie sich nicht mit leeren Händen abspeisen lassen wollte. Am frühen Mittwoch setzte der Präsident Polizei gegen die Frauen ein und ließ sie gewaltsam entfernen.
21.06.2007
Berlin: Eisenbahner-Demo
Zum Auftakt der Tarifrunde für rund 134.000 Beschäftigte der Deutschen Bahn demonstrierten in Berlin 1.000 Eisenbahner aus ganz Deutschland. Die Gewerkschaft Transnet und die Verkehrsgewerkschaft GDBA fordern eine Lohnerhöhung von sieben Prozent.
20.06.2007
Genf: 2.000 Bauarbeiter demonstrieren
Am Montag demonstrierten in Genf rund 2.000 Bauarbeiter gegen die einseitige Kündigung des Manteltarifvertrags durch den Unternehmerverband. Sie brachten den gesamten Verkehr im Zentrum der Schweizer Großstadt zum Erliegen. Die Bauarbeiter fordern einen neuen Manteltarifvertrag und lehnen eine ungezügelte Flexibilisierung der Arbeitszeit ab.
20.06.2007


Iran: Zuckerrohrarbeiter streiken wieder
Seit dem 13. Juni streiken zum zweiten Mal binnen drei Wochen über 5.000 Beschäftigte der Zuckerrohrfabrik Haft-Tappe in der iranischen Provinz Khusestan. Die Beschäftigten hatten ihren ersten Streik – der sechs Tage dauerte – vorerst beendet, als die Unternehmer und zuständigen Behörden versprochen hatten, ihren Forderungen nachzukommen. Die Beschäftigten erhielten seit zwei Monaten keinen Lohn.
Der laufende Streik hat zehn Tage nach Beendigung des ersten Streiks angefangen, da deren Forderungen bis zum Ablauf der Frist nicht nachgekommen wurde. Als die Beschäftigten am 13. Juni ihren Streik aufgenommen und die Zufahrtsstraßen blockierten, haben die Sicherheitskräfte auf brutalste Weise angegriffen, wodurch viele Streikende verletzt und verhaftet wurden. Die Streikenden wollen ihren Streik solange fortführen, bis ihre Forderungen erfüllt sind. (rf news online)
20.06.2007


Großbrit: Selbständiger Streik auf Babcock-Werft
Letzte Woche traten mehr als 600 Arbeiter auf der Rosyth Marinewerft in Fife (Schottland) in den Streik. Sie protestierten gegen Änderungen bei den Pensionen. Der Konzern Babcock International, zu dem die Werft gehört, hatte angekündigt, dass die Arbeiter mehr für ihre Altersversorgung zahlen müssten, wobei sie gleichzeitig weniger Rente erhalten sollten.
19.06.2007


BRD: 1.000 Bauarbeiter im Streik
Rund 1.000 Bauarbeiter haben in Schleswig-Holstein und Niedersachsen auf rund 100 Baustellen die Arbeit niedergelegt. Mit dem Streik sollen die Unternehmer der beiden Bundesländer dazu gebracht werden, den vorliegenden Tarifvertrag zu unterschreiben. Die IG BAU hat angekündigt, dass sie in den nächsten Tagen den Streik ausweiten will.
18.06.2007




Airbus Varel: Streik fortgesetzt
Kollegen haben am Freitagmorgen in einer selbstorganisierten Aktion den Streik fortgesetzt. Konkreter Anlass war die Aussage des Airbus-Produktionschefs Weber am 13.6.07, "dass das Werk keine Garantien erhält." Das betrifft sowohl den Käufer, der zu nichts verpflichtet werden soll, wie auch die Beschäftigten, denn Airbus gibt auch keinerlei Zusicherungen für mögliche Arbeitsaufträge nach der Auslagerung. Es wird gemunkelt, dass Varel nur ein Zubrot sein soll im Paket mit Nordenham, das angeblich viel interessanter ist. Inzwischen soll auch das Werk in Buxtehude auf der Verkaufsliste von Airbus stehen.
16.06.2007




Lübeck: Streik im Hafen
Nach ihrer Demonstration am 7. Juni gegen die beabsichtigte Privatisierung des Lübecker Hafens verweigerten die Hafenarbeiter als nächstes die Überstunden. Daraufhin stauten sich die Papierrollen, denn Lübeck ist der größte Papierumschlaghafen Europas. Gestern traten die Hafenarbeiter in den Streik, fast ein Dutzend Schiffe lagen fest, die nicht entladen wurden.
16.06.2007
Indien: Weber erstreiken Lohnerhöhung
Indische Weber der Stadt Sirsilla im Distrikt Karimnagar, Bundesstaat Andhra Pradesh, haben nach einem 10-tägigen Streik eine Lohnerhöhung durchgesetzt. Sie erhalten jetzt 18,5 statt 16 Paise für 10 Ballen Baumwollstoff. 100 Paise sind eine indische Rupie, 57 indische Rupien sind der Gegenwert für einen Euro. Die Stadt ist ein Zentrum der Webereiindustrie mit mehreren Zehntausend Webern.
16.06.2007

Sieg!


Indien: Bodenpersonal beendet Streik
Dienstag Nacht traten 12.000 Beschäftigte des Bodenpersonals von India Airlines in einen unbefristeten Streik. Am Mittwoch erklärte das Oberste Gericht in Delhi den Streik für illegal und wies die Streikenden an, wieder zu arbeiten. Sie streikten jedoch weiter, bis am Donnerstag ein Abkommen mit der Regierung geschlossen wurde, dessen Einzelheiten bisher nicht bekannt sind. Streikziel waren höhere Löhne und eine Sicherung der Beschäftigung angesichts der beabsichtigten Fusion von India Airlines mit der Frachtgesellschaft Air India.
15.06.2007
Opel Antwerpen: Streik
Nach der Nachtschicht am 14. Juni bei Opel in Antwerpen, ist auch die Frühschicht nicht an die Arbeit gegangen. Die Spätschicht streikte spontan schon am Mittwochabend. Die Unruhe der Arbeiter betrifft Gerüchte über die Zukunft der Fabrik. Während einer besonderen Unternehmenssitzung versuchte die Direktion einige dieser Gerüchte zu entkräften, was aber scheinbar nicht ausreichte. Die belgischen Kollegen sprechen von einer "non-comunication" der Direktion mit den Mitarbeitern.
15.06.2007
Irak: Ölarbeiter setzen Streik aus
Die Gewerkschaft der Ölarbeiter im Irak hat ihren in der letzten Woche begonnenen Streik beendet. Die Marionettenregierung hat eine Kommission eingesetzt, die ihre Forderungen behandeln soll. Der Streik hatte das Ziel, bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Die Gewerkschaft verlangt auch, an den Verhandlungen über ein neues Ölgesetz beteiligt zu werden, damit die Kontrolle über die Ölvorkommen des Landes nicht vollständig an ausländische Gesellschaften übergeht.
14.06.2007
Airbus Varel: Erneuter Streik
Am Donnerstagmorgen um 10 Uhr legten die Beschäftigten bei Airbus in Varel erneut die Arbeit für einen Tag nieder. Airbus-Koordinator Weber, der für den geplanten Verkauf von Werken des Airbus-Konzerns zuständig ist, hat verkündet, dass der Verkauf von Airbus in Varel "beschlossene" Sache sei. Das mag für den Airbus-Vorstand zutreffen, die Kolleginnen und Kollegen sind offensichtlich ganz anderer Meinung. Für Freitag morgen ist eine Protestversammlung geplant.
14.06.2007
BRD: Streik bei IT-Sparkassenangestellten
Die Beschäftigten der Sparkassen-Informatik (SI) haben gestern mit einem ganztägigen Streik gegen die geplanten Standortschließungen protestiert. 500 Angestellte der von Schließung bedrohten Standorte Köln, Duisburg, Karlsruhe und Mainz beteiligten sich an einer gemeinsamen Protestaktion vor der Firmenzentrale in Frankfurt/Main.
13.06.2007
NRW: Streiks im Groß- und Außenhandel
Gestern streikten in Nordrhein-Westfalen 600 Beschäftigte des Groß- und Außenhandels in neun Betrieben für ihre Tarifforderung von 6 Prozent mehr Lohn. Die Gewerkschaft kündigte weitere Streiks an - und setzt dabei auf den "Überraschungseffekt". Warnstreiks gab es gestern auch in der Bauindustrie in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Betroffen waren 100 Baustellen.
12.06.2007
Südafrika: Streik im Öffentlichen Dienst
Fast eine halbe Million Lehrer, Krankenschwestern und andere Klinikbeschäftigte streiken in Südafrika seit einer Woche. Der Streik wird sehr erbittert geführt: am Streik beteiligt sich auch das Notdienstpersonal in den Kliniken, obwohl dies nicht legal ist. Die Gewerkschaft fordert jetzt 10 Prozent mehr Lohn - Krankenschwestern verdienen nur rund 400 Euro. Die Regierung hat erste Entlassungen ausgesprochen.
12.06.2007


EU: Europaweiter Aktionstag bei Nokia-Siemens
Allein in Deutschland nahmen bis gestern Mittag über 4.300 Kolleginnen und Kollegen am europaweiten Aktionstag teil. Arbeitsniederlegungen, Demonstrationen und Kundgebungen gab es in Berlin, München, Bruchsal, Düsseldorf, Hamburg, Augsburg, Durach (bei Kempten), Frankfurt, Leipzig und Stuttgart. Die größte Aktion gab es in Berlin mit rund 2.000 Teilnehmern. Auch ein großer Teil der NSN-Belegschaften in Finnland, Belgien und Italien nahm am Aktionstag teil, zu dem der Europäische Metallgewerkschaftsbund aufgerufen hatte (nsn-dialog.de, 12.6.07). Er richtete sich gegen die Anfang Mai durch den Vorstand bekannt gegebenen Pläne zur Vernichtung von bis zu 2.900 Arbeitsplätzen in Deutschland und 9.000 weltweit.
12.06.2007


China: Tausende Arbeiterinnen streiken
In Shenzhen in China streiken Tausende Arbeiterinnen schon seit zehn Tagen gegen die langen Arbeitszeiten. In der Fabrik für Plastikweihnachtsbäume arbeiten 10.000 vorwiegend weibliche Beschäftigte. Hunderte von Polizisten gingen gegen die streikenden Arbeiterinnen vor.
11.06.2007
Belgien: Streik bei Lanxess
Die 500 Beschäftigten der Lanxess Rubber NV im belgischen Zwijndrecht sind in einen Streik für höhere Löhne getreten. Der Chemiekonzern Lanxess ist aus der Ausgliederung von Bayer-Unternehmen entstanden.
09.06.2007






Lübeck: Hafenarbeiter gegen Privatisierung
Gestern demonstrierten rund 500 Beschäftigte der Lübecker Hafen-Gesellschaft, einer nahezu 100-prozentigen Tochter der Hansestadt Lübeck, gegen die beabsichtigte Privatisierung. Sie sind wütend darüber, dass ihnen dann längere Arbeitszeiten und niedrigere Löhne drohen.
08.06.2007




Airbus Frankreich: Lohnerhöhung erstreikt
Mit selbständigen Streiks im Mai setzten Airbus-Arbeiter in den beiden französischen Werken Saint-Nazaire und Nantes eine Lohnerhöhung von 2,8 Prozent durch, mindestens 40 Euro für Arbeiter mit niedrigen Löhnen. Außerdem erklärte sich Airbus zu einer Einmalzahlung von 800 Euro bereit.
06.06.2007


Irak: Erneut Streik von Ölarbeitern
Gestern traten im Süden des Irak Ölarbeiter in den Streik, um bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Sie unterbrachen die Gas- und Ölpipeline nach Bagdad. Bereits im Mai hatte es Streiks gegeben. Jetzt wurde er wieder aufgenommen, weil nicht alle der damals getroffenen Vereinbarungen eingehalten worden waren.
05.06.2007


BRD: Warnstreiks in der Druckindustrie
Erneut hat die Gewerkschaft Verdi im Druckbereich zu Warnstreiks in der laufenden Tarifrunde aufgerufen. So traten mit dem Beginn der Frühschicht Beschäftigte der Leipziger Wertpapierdruckerei in den Streik. Morgen findet die fünfte Verhandlungsrunde statt. Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Lohn.
04.06.2007
Libanon: Frauen protestieren gegen Beschuss von Flüchtlingslager
Im Libanon hat die Armee den Beschuss des Palästinenser-Flüchtlingslagers durch Artillerie fortgesetzt, obwohl sich immer noch Tausende von unbewaffneten Flüchtlingen in dem Lager aufhalten. Frauen aus dem benachbarten palästinensischen Flüchtlingslager Beddawi versammelten sich vor dem Südeingang des Lagers und protestierten gegen den Beschuss und die Zerstörung.
04.06.2007






Frankreich: Streik bei Nestlé
Am Donnerstag traten 95 Prozent der Belegschaft von Nestlé Dijon in den Streik, weil sie Angst um ihre Arbeitsplätze haben. Die 440 Beschäftigten fordern von der Geschäftsleitung Garantien für ihre Arbeitsplätze. Es geht das Gerücht, dass das Werk in Dijon verkauft werden soll.
02.06.2007
Athen: Proteste von Migranten
Hunderte Migranten aus verschiedenen Ländern protestierten am Donnerstag in Athen gegen die Festung-Europa-Politik der EU. Anlass war ein Treffen der Generaldirektoren und Leiter der Europäischen Migrationsbehörden. Aufgerufen zu der Demonstration hatte das Griechische Sozialforum. Hunderte riefen "Gebt uns Rechte, gebt uns Papiere".
02.06.2007
Frankreich: Streik bei France Télécom
Gestern streikten die 108.000 Beschäftigten der französischen Telefongesellschaft France Télécom. Bis zum Mittag beteiligte sich rund ein Viertel der Belegschaft. Der Streik richtete sich gegen die geplante Vernichtung von 22.000 Arbeitsplätzen.
01.06.2007
Südafrika: Streik in Öffentlichem Dienst
Heute haben die Beschäftigten in Südafrikas öffentlichem Dienst einen unbefristeten Streik begonnen. Streik-Ziel ist eine Lohnerhöhung von 12 Prozent. Die Regierung bietet nicht einmal die Hälfte an, was gerade die Inflationsrate ausgleichen würde. Der öffentliche Dienst hat rund eine Million Beschäftigte.
01.06.2007



Portugal: Generalstreik
Die CGTP, Portugals größte Gewerkschaft mit 800.000 Mitgliedern, hatte für den gestrigen Mittwoch zu einem 24-stündigen Generalstreik gegen die Regierung aufgerufen. Diese will den Kündigungsschutz aushöhlen und öffentliche Ausgaben zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung kürzen, als Teil der EU-Beschlüsse, die "europäische Wettbewerbsfähigkeit" zu stärken. Der Streik wurde vor allem im öffentlichen Dienst durchgeführt, bei Post, U-Bahn, Müllabfuhr, Krankenhäusern, Schulen usw.
31.05.2007


Südafrika: Streik in Mangan-Minen
In zwei Manganminen des australischen Bergbaukonzerns BHP Billiton in Südafrika sind die Arbeiter in den Streik getreten. In der Mine in Samancor streikt 75 Prozent der Belegschaft, in der zweiten Mine in Matmawan rund 30 Prozent. Hier geht es um den Vorwurf, dass schwarze Arbeiter von der Geschäftsleitung diskriminiert werden.
29.05.2007
Nepal: Lehrer beenden Schulstreik
In Nepal haben die Lehrer ihren seit zwei Wochen anhalten Streik beendet und die Schulen wurden wieder geöfffnet. Die Regierung hatte angekündigt, dass sie die Forderungen der Lehrer nach Mindestgehältern prüfen werde. Die Lehrergewerkschaften wollen jedoch ihren Protest vor dem Erziehungsministerium erst einstellen, wenn die Forderungen vollständig erfüllt wurden. Am Freitag war die Polizei gegen Sit-ins vor verschiedenen Büros des Erziehungsministeriums vorgegangen.
29.05.2007


Nigeria: Streik der Ölarbeiter ausgesetzt
Am Samstag haben die Ölarbeiter in Nigeria ihren Streik ausgesetzt, der zu einem Stopp der Erdölausfuhren geführt hatte. Die Regierung hatte eingewilligt, eine Gehaltserhöhung und andere Leistungen zu gewähren.
29.05.2007




Nigeria: Streik der Ölarbeiter
Die Arbeiter der staatlichen Ölgesellschaft Nigerias haben am Donnerstag einen Streik für ihre Sozialleistungen und gegen die Privatisierung einer großen Raffinerie begonnen. Laut einem BBC-Reporter ist der Streik "bemerkenswert effektiv". Er unterbricht die Öllieferungen an die Raffinerien. Vor dem wichtigsten Ölhafen Port Harcourt hat sich eine lange Kette von Tankern gebildet.
26.05.2007
Kanada: Kranführer bestreiken Baustellen
Am frühen Mittwoch begannen rund 3.000 Kranführer und die Führer schwerer Baumaschinen im kanadischen Bundesstaat Ontario einen Streik für höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten. Dadurch kamen die Bauarbeiten an verschiedenen Stellen zum Stillstand, unter anderem für ein Krankenhaus in North Bay und ein Werk von Toyota in Woodstock.
26.05.2007


Argentinien: Arbeiter besetzen Panamericana
Am 23.05. besetzten über 200 Arbeiterinnen und Arbeiter von Terrabusi (Kraft Foods Argentina) die Autobahn Panamericana im Norden von Buenos Aires. Sie blockierten zwei Stunden lang die Zufahrt in die argentinische Hauptstadt, um der Forderung nach Lohnerhöhung Nachdruck zu verleihen. Bei Terrabusi ist die klassenkämpferische Strömung CCC in der Gewerkschaftsarbeit führend. Angesichts der Inflation (2006 offiziell bei 12,3 Prozent, für 2007 prognostiziert der Weltwährungsfonds 15 Prozent) setzen Lohnkämpfe, derzeit unter anderem bei der U-Bahn und den Fluglotsen, die Regierung Kirchner unter Druck.
25.05.2007
Lübeck: Soliaktion der Hafenarbeiter
Am 23.05. diskutierten rund 800 Hafenarbeiter in der Musik- und Kongresshalle von Lübeck, was sie gegen die drohende Privatisierung und deren Folgen machen sollen. Sie befürchten die gleichen Konsequenzen wie bei den Telekom-Beschäftigten. Dies schrieben sie auch in ihre Solidaritätserklärung, die sie ihren streikenden Telekom-Kollegen überbrachten. Gemeinsam trafen sie sich am belebtesten Kreisel Lübecks am Bahnhof und blockierten ihn 20 Minuten lang, dann ging´s zusammen weiter in die Innenstadt.
25.05.2007
Löhnberg: Neuselters-Kollegen gewinnen
Die 97 Beschäftigten der Neuselters Mineralquelle im mittelhessischen Löhnberg haben sich mit ihrem Streik vom 15. bis 24. Mai gegen den Nestlé-Konzern durchgesetzt. Dieser wollte Tarifflucht begehen, um die Löhne zu verschlechtern und die Arbeitszeit zu verlängern. "Wir haben alles erreicht, was wir wollten", sagte Horst Gobrecht, Landesbezirkssekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Die Beschäftigten nahmen das Ergebnis in der gestrigen Urabstimmung einstimmig an.
25.05.2007

Sieg!


BRD: Warnstreiks in Zeitungsdruckereien
Am Montag und Dienstag fanden in rund 20 Zeitungsdruckereien Warnstreiks statt. Nach Angaben von Verdi beteiligten sich bundesweit insgesamt 4.000 Beschäftigte in 30 Betrieben an den zeitweisen Arbeitsniederlegungen. Die Gewerkschaft Verdi fordert 6,5 Prozent mehr Lohn für die Drucker, die Arbeitgeber bieten 1,8 Prozent.
23.05.2007






Polen: Ärzte streiken unbefristet
Rund zwei Drittel aller Ärzte in polnischen Krankenhäusern sind in den Streik getreten, um eine 100-prozentige Gehaltserhöhung und eine Reform des staatlichen Gesundheitswesens durchzusetzen. Polnische Ärzte verdienen im Durchschnitt 350 Euro. Rund 200 Krankenhäuser bieten nur einen Notdienst an.
22.05.2007


Argentinien: Kindermarsch gegen Hunger
Am Freitag haben in Buenos Aires Hunderte von Kindern gegen den Hunger in Argentinien demonstriert. Der Protestmarsch war am 7. Mai in der Provinz Misiones gestartet und führte durch sechs Provinzen. In Argentinien leben zwei von drei Kindern bzw. Jugendlichen unter 18 Jahren in Armut.
21.05.2007
Kanada: Streik bei Greyhound
Seit Freitag streiken 1.150 Fahrer, Mechaniker und anderes Personal des Busunternehmens Greyhound für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Betroffen sind vor allem die westlichen Provinzen. Betroffen sind nicht nur Passagiere, auch die Warenbeförderung ist betroffen.
21.05.2007


Argentinien: Streiks um höhere Löhne
Am Donnerstag wurde in Buenos Aires die U-Bahn bestreikt. Die Arbeiter fordern höhere Löhne angesichts der hohen Inflation und bessere Arbeitsbedingungen. Der Streik führte zu einem Verkehrschaos. Streiks laufen auch bei der Telefongesellschaft. Die Arbeiter fordern 25 Prozent mehr Lohn und Beibehaltung der Arbeitszeitverkürzung.
18.05.2007
Schweden: Selbständiger Bergarbeiter-Streik
Vergangene Woche traten Bergarbeiter im schwedischen Kiruna für drei Tage in einen selbständigen Streik, um ihre Forderung nach 15 bis 20 Prozent mehr Lohn Nachdruck zu verleihen. Die Arbeiter der staatlichen Eisenerzmine protestierten damit gegen einen Rahmentarifvertrag, der eine durchschnittliche jährliche Lohnerhöhung von nur 3,4 Prozent vorsieht.
18.05.2007
Irak: Streik von Eisenbahnern
Tausende von Eisenbahnern im Irak im Raum Samawah, Kirkuk und Basra traten am Dienstag in den Streik und forderten die Regierung auf, ein neues Lohnsystem umzusetzen und ausstehende Zulagen auszuzahlen. In Diwaniyah treten Arbeiter der Gummiindustrie in den Streik. Sie forderten die Abschaffung des noch von US-Administrator Bremer verhängten Lohnschemas in ihrem Betrieb.
18.05.2007


Löhnberg: Streik gegen Nestlé
Die rund 100 Beschäftigten bei der Neuselters Mineralquelle im mittelhessischen Löhnberg stehen seit Dienstag 4.00 Uhr in einem unbefristeten Streik. Das Werk gehört dem Nestlé-Konzern, der den Flächentarif unterlaufen will. Die Belegschaft ist wütend darüber und hat sich in einer Urabstimmung mit 96,6% für Streik entschieden.
16.05.2007
Polen: Landesweiter Ärztestreik
Am Dienstag traten die Ärzte staatlichen Kliniken in Polen in einen landesweiten Streik. Über 250 der 600 staatlichen Krankenhäuser boten nur einen Notdienst an. Die Ärzte verlangen eine Gehaltserhöhung von 50%. Allgemeinärzte verdienen gegenwärtig rund 350 € brutto im Monat, Spezialisten 800 €. Viele Ärzte gehen einer weiteren Beschäftigung nach oder sind zusammen mit Tausenden von Pflegern in Länder mit höheren Löhnen ausgewandert, wie Großbritannien und Irland.
16.05.2007
Straßburg: Zehntausende demonstrieren
Zehntausende Kurdinnen und Kurden haben in Straßburg für die Entsendung einer unabhängigen Ärzteabordnung zu Abdullah Öcalan demonstriert. An der Abschlusskundgebung nahmen auch 18 AktivistInnen teil, die sich seit dem 11. April im unbefristeten Hungerstreik befinden. Nach der Demonstration und der vorherigen Übergabe von 103.000 Unterschriften zur Unterstützung derselben Forderung an das Antifolterkomitee des Europarats (CPT) erklärte Feleknas Uca als Abgeordnete des Europaparlaments, die die Unterschriftenkampagne mit initiiert hatte, sie erwarte vom CPT eine positive Reaktion. Für nächsten Freitag sind in Paris, Berlin, Genf und Brüssel zweitägige Sitzstreiks geplant.
16.05.2007




Frankreich: Metaller streiken für Kollegen ohne Papiere
Die Beschäftigten des Werks Métal Couleur Système in der französischen Stadt Bonneuil haben erfolgreich für die Wiedereinstellung von 19 Kollegen gestreikt, die keine gültigen Einwanderungspapiere hatten. Einige von ihnen hatten schon 10 Jahre in dem Unternehmen gearbeitet. Der Unternehmer gab ihnen die schwerste Arbeit und zahlte nur den gesetzlichen Mindestlohn.
14.05.2007




Stuttgart: Selbständiger Streik bei CWP beendet
Nach drei Tagen Streik ging dieser am Freitag mit einem wichtigen Teilerfolg zu Ende. Die Geschäftsführung musste weitgehend die zuletzt noch verfolgte Abgruppierung der Facharbeiter zurücknehmen. Am Freitag gab es noch viele Diskussionen unter den Arbeitern, ob durch einen Streik noch mehr Zugeständnisse zu erreichen gewesen wäre. Nur mit der massiven Drohung "arbeitsrechtlicher Konsequenzen" konnte der Kampf abgewürgt werden.
14.05.2007


Solidarität aus Japan mit dem Telekom-Streik
Am 1. Streiktag bei der Deutschen Telekom waren über 11.000 Beschäftigte beteiligt. Der Schwerpunkt lag in Nordrhein-Westfalen, wo 3.000 Beschäftigte in 50 Städten in den Streik traten. Je 1.400 waren es in Bayern, Bremen/Niedersachsen und Hessen. Gestreikt wurde auch in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Streik geht über die Wochenenden. Shoji Morishima, Vorsitzender der NTT Workers Union of Japan, drückte den streikenden Kollegen die Solidarität seiner Gewerkschaft und seine "Hochachtung vor dem Kampf" aus. (www.verdi.de)
12.05.2007


Ägypten: Streikwelle breitet sich aus
Ägypten erlebt die größte Streikwelle seit dem Ende des II. Weltkriegs. Für 2006 wird die Zahl der Streiks, Hungerstreiks und Demonstrationen auf landesweit 222 geschätzt. In diesem Jahr gab es praktisch jeden Tag einen Arbeitskampf. Die Streiks hatten in der Textilindustrie begonnen und sich auf die Bauindustrie, die U-Bahn in Kairo, die Müllabfuhr, Bäcker, Nahrungsmittelindustrie usw. immer mehr ausgedehnt.
12.05.2007
Belgien: Streik bei Opel beendet
Bei der gestrigen Urabstimmung im belgischen Opel-Werk in Antwerpen stimmten 50,38 Prozent der Arbeiter für die Wiederaufnahme der Arbeit, die andere Hälfte für eine Fortführung des Streiks. Für eine Weiterführung des Streiks wäre jedoch eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig gewesen. Die Geschäftsleitung hatte zuvor weitgehende Zugeständnisse gemacht. Die Arbeit soll am Sonntag um 22.00 Uhr mit der Nachtschicht wieder aufgenommen werden.
11.05.2007


Schweden: Bergarbeiter beenden Streik
Die Bergarbeiter der schwedischen Staatsgesellschaft LKAB hatten diese Woche die Erzförderung in Kiruna und anderen Standorten mit einem selbständigen Streik zum Stillstand gebracht. Nachdem die Unternehmensführung sich zu weiteren Verhandlungen bereit erklärte, stellten die Arbeiter ihren Streik ein. Ein Unternehmenssprecher sprach von über 8 Millionen Euro, den der Streik die Gesellschaft gekostet hat.
11.05.2007


Belgien: Opel-Streik seit 26.04.
Die Opel-Arbeiter im belgischen Antwerpen setzten ihren am 26. April begonnenen Streik auch gestern fort. Die Arbeiter trauen dem Management nicht, trotz der auf zwei Modelle und 120.000 Einheiten erhöhten Zusagen. Heute soll über die Fortsetzung des Streiks oder seine Beendigung abgestimmt werden. Auch bei VW in Brüssel standen die Bänder wegen eines Streiks bei dem Zulieferer Arvin Meritor, der Türen anliefert.
10.05.2007


Stuttgart: Selbständiger Streik bei Coperion
Ca. 150 Arbeiter der Früh- und Spätschicht der Maschinenbaufirma Coperion Werner & Pfleiderer in Stuttgart versammelten sich am 09.05. in der Kantine. Sie protestieren damit gegen die Einführung des Entgeltrahmen-Abkommens ERA. Trotz Verhandlungen sollen Facharbeiter um 1-2 Entgeltgruppen schlechter eingestuft werden. Das Fass zum Überlaufen brachte dann die Reaktion der Firma auf die fortgesetzten Betriebsversammlungen: sie ließ diese per Gericht verbieten, hat alle bisherigen Angebote zurückgezogen und kündigte die einseitige Einführung von ERA an. Derzeit bemüht sich die Firmenleitung um eine Abspaltung der Angestellten von den Arbeitern. Trotz Androhung arbeitsrechtlicher Konsequenzen soll solange weiter gestreikt werden, bis die Forderungen der Arbeiter durchgesetzt sind.
Solidaritätsadressen bitte an CWP.Betriebsrat@coperion.com
09.05.2007


Griechenland: Journalistenstreik
Wegen eines Journalistenstreiks gibt es in Griechenland 24 Stunden lang weder im Radio noch in Fernsehen Nachrichtensendungen. Am Mittwoch werden auch keine Zeitungen erscheinen. Grund für den Streik ist eine Korruptionsaffäre um die Renten- und Pensionskasse der Medienschaffenden. 130 Millionen Euro sind aus der Kasse zweckentfremdet worden. Im April war deswegen der Arbeitsminister zurückgetreten.
08.05.2007
Rumänien: Hubschrauber-Werk bestreikt
Rund 700 Arbeiter im staatlichen Hubschrauberwerk IAR Ghimbav im rumänischen Brasov sind gestern in den Streik getreten. Sie fordern unter anderem die Zusicherung, dass niemand entlassen wird, wenn das Unternehmen verkauft wird. Am Kauf interessiert ist der französisch-deutsche Hubschrauberhersteller Eurocopter.
08.05.2007


Peru: Bergarbeiterstreik beendet
Am Wochenende haben die Bergarbeiter in Peru ihren Streik beendet, nachdem die Regierung Zugeständnisse gemacht hat. Die Bergarbeiter fordern höhere Löhne und ein Ende des Kontraktsystems. Innerhalb der nächsten 60 Tage sollen die Vereinbarungen konkretisiert werden. Es gibt allerdings auch Berichte, dass in einzelnen Minen der Streik fortgesetzt wird.
07.05.2007






Kanada: Selbständiger Streik im öffentlichen Dienst
Über 425 Arbeiter aus dem öffentlichen Dienst der kanadischen Großstadt Laval (Nähe Montréal im Bundesstaat Québec) organisierten am 26. April einen selbständigen Streik für einen neuen Tarifvertrag. 97% hatten in einer Urabstimmung für Streik gestimmt, doch muss sein Beginn den Behörden sieben Tage vorher mitgeteilt werden. Die Gewerkschaft hielt sich nicht daran, sondern nutzte die feierliche Einweihung der U-Bahn und die Anwesenheit zahlreicher Honoratioren für ihren lautstarken Protest.
05.05.2007
Frankreich: Airbus-Streik wird fortgesetzt
Die Arbeiter der beiden französischen Airbus-Werke in Saint Nazaire und Nantes traten am Mittwoch wegen eines Streits um die Höhe von Bonuszahlungen in den Streik. Am Donnerstag stimmten sie dafür, ihren Streik bis zur Hauptversammlung von EADS am Freitag fortzusetzen. Airbus/EADS will Mitte Mai offizielle Verkaufsverhandlungen für drei Werke beginnen. In Deutschland sollen die Werke Varel und Laupheim verkauft werden. Für drei weitere Werke werden "Partner" gesucht. Dazu gehört das Werk Nordenham. Als Interessent für Laupheim gilt der Rüstungskonzern Diehl. Für die Werke in Frankreich und Großbritannien interessieren sich u.a. die britische GKN, die italienische Alenia, der US-Konzern Spirit, der französische Konzern Latécoère Favorit sowie verschiedene Finanzgesellschaften.
04.05.2007
China: Hafenarbeiter streiken
Über 400 Arbeiter des Chiwan Container Terminals in der südchinesischen Großstadt Shenzhen legten mit Beginn des 1. Mai ihre Arbeit nieder und nahmen sie erst am Mittwoch um 17.00 Uhr wieder auf. Zwischendurch veranstalteten sie einen Sitzstreik außerhalb des Terminal-Geländes. Die Arbeiter verlangen, dass die Überstunden wie vereinbart bezahlt werden. Die Hafenstadt Shenzhen mit ihren 11 Millionen Einwohnern liegt gegenüber von Hongkong. Der bestreikte Terminal schlägt allein jährlich 5 Millionen Container um.
04.05.2007
Polen: Arbeiter kämpfen gegen erzwungene Überstunden
Arbeiter des zum südkoreanischen Elektronikkonzern LG gehörenden polnischen Werks Biskupice Podgórne lehnten vergangenen Freitag nach zwei tödlichen Unfällen die verlangten zwei Überstunden ab und gingen nach acht Stunden Arbeit nach Hause. Die Arbeiter fordern Schutzkleidung, Arbeitspausen und die Beendigung der erzwungenen Überstunden. Ihr Lohn erreicht bei 10-Stundenschichten gerade einmal 250 bis 400 € brutto im Monat. Wegen des Streiks wurden einige Wortführer der Arbeiter entlassen. (Solidaritätsadressen unter http://libcom.org/news)
04.05.2007
Frankreich: Airbus-Arbeiter streiken selbständig
Gestern streikten die Arbeiter in zwei französischen Airbus-Werken gegen die Kürzung der Bonuszahlungen und gegen das Power8-Programm. In Saint Nazaire stimmten rund 1.000 Kollegen für einen 24-stündigen Streik, in Nantes legten 500 Kollegen die Arbeit nieder.
03.05.2007






Peru: 40.000 Berglaute im unbefristeten Streik
Seit Montag sind in Peru rund 40.000 Bergarbeiter im Streik. Dazu aufgerufen haben 33 Gewerkschaften. Der Kampf geht um Lohnerhöhungen, bessere Altersversorgung direkte Arbeitsverträge für Kontraktarbeiter bei den Bergbauunternehmen. Es beteiligen sich aber nicht alle Gewerkschaften bzw. Bergwerke.
02.05.2007
Opel Antwerpen: Streik verlängert
Die Beschäftigten des Opel-Werkes in Antwerpen wollen ihren Streik gegen die Vernichtung von 1.400 Arbeitsplätzen bis Dienstag nächster Woche verlängern. Ursprünglich war vorgesehen, den Streik morgen zu beenden, da dann Verhandlungen stattfinden sollten. Diese wurden jedoch vertagt.
02.05.2007
Hamburg: Warnstreik bei Airbus
Betriebsrat Jörn Junker im Hamburger Airbus-Werk hat für den 03.05. einen Warnstreik angekündigt. Geplant ist eine große Kundgebung auf dem Hamburger Spielbudenplatz. Die Arbeit soll erst am Freitag wieder aufgenommen werden. In Hamburg-Finkenwerder will der Airbus-Vorstand 2.300 Arbeitsplätze vernichten.
02.05.2007


Argentinien: 30 Jahre Mütter der Plaza de Mayo
Heute finden in Argentinien verschiedene Veranstaltungen statt, auf der die Mütter der Plaza de Mayo geehrt werden. Vor genau 30 Jahren, am 30. April 1977, hatten sich zum ersten Mal Frauen auf dem Platz vor dem Präsidentenpalast versammelt und Aufklärung über das Schicksal ihrer verschwundenen Kinder gefordert. Auch nach dem Ende der Diktatur der Militärjunta ging der Protest bis heute weiter.
30.04.2007
Liberia: Streik bei Bridgestone
Vergangene Woche sind ca. 7.000 Arbeiter der Firestone Gummiplantage im westafrikanischen Liberia in den Streik getreten. Sie fordern die Absetzung eines Managers, der ihre gewerkschaftlichen Rechte einschränkt. Am Freitag kam es zu heftigen Zusammenstößen mit der Polizei, die gegen Straßenblockaden der Arbeiter vorging. Die Plantage gehört zum Reifenkonzern Bridgestone.
30.04.2007
Türkei: Demos gehen weiter
Gestern haben in Istanbul Hunderttausende gegen die Kandidatur von Außenminister Gül (AKP) zum Präsidenten und gegen einen möglichen Militärputsch demonstriert. Das Motto war: "keine Scharia, keinen Putsch". Aufgerufen zu der Demonstration hatten verschiedene Parteien der Opposition. Schon Mitte des Monats hatten 300.000 Menschen in Ankara gegen die Kandidatur von Ministerpräsident Erdogan (AKP) zum Präsidentenamt demonstriert. Vergangene Woche hatte die Militärführung mit einem Putsch gedroht.
30.04.2007


Indien: Unruhen nach tödlichem Unfall
In einem Werk des Energieunternehmens National Thermal Power Corporation in Kahalgaon im indischen Bundesstaat Bihar löste ein tödlicher Arbeitsunfall heftige Unruhen aus. Rund 4.000 wütende Arbeiter von Subunternehmen klagten das Management wegen der mangelnden Sicherheitsvorkehrungen an und lieferten sich eine Schlacht mit der Central Industrial Security Force, einer Truppe des Innenministeriums. Die Arbeiter warfen mit Steinen, die Polizeitruppe setzte Schlagstöcke ein. Es gab Verletzte auf beiden Seiten.
28.04.2007
Simbabwe: Müllwerker streiken
Die Müllwerker in Harare, der Hauptstadt des südafrikanischen Staats Simbabwe, traten am 24. April in einen Streik. Sie verlangen Schutzkleidung für ihre gefährliche und ungesunde Arbeit, wie Gummistiefel, Handschuhe, Masken, Arbeitsanzüge und kostenlose Milch.
28.04.2007
Frankreich: Statistiker-Streik gegen Manipulation der Arbeitslosenzahlen
Gestern sind die französischen Arbeitslosenstatistiker aus dem Arbeitsministerium in einen eintägigen Streik getreten. Ihnen schlossen sich Beschäftigte des nationalen Statistikamtes INSEE und der Arbeitslosenämter an. In einem Flugblatt ihrer Gewerkschaft heißt es: "Wir fordern, die Veröffentlichung der monatlichen Arbeitslosenzahlen auf der aktuellen Basis einzustellen, denn jeder weiß, dass sie missbräuchlich die wahre Lage verschleiern".
(Denk ich an Deutschland in der Nacht ... - K.W.)
27.04.2007
EU: Aktionstag bei GM am 3. Mai
Der Europa-Betriebsrat von General Motors Europe kündigte gestern in einer Pressemitteilung einen Europäischen Aktionstag in allen GM-Werken in Europa an. Er soll am 3. Mai durchgeführt werden. In der Erklärung wird der seit Mittwoch, 21.00 Uhr streikenden Belegschaft im Opel-Werk im belgischen Antwerpen die Solidarität und Unterstützung ausgesprochen. (www.gmworkersblog.com)
27.04.2007
Frankreich: Streik bei Airbus
150 Beschäftigte legten gestern im französischen Airbus-Werk Saint-Eloi bei Toulouse die Arbeit nieder. Ihnen schlossen sich vorübergehend 120 Arbeiter aus der Fertigung der Flugzeuge A330 und A340 im Werk Colomiers an. Die Arbeiter sehen es nicht ein, dass sie angesichts der immer höheren Verkaufszahlen für das letzte Jahr mit einer Prämie von lächerlichen 2,88 Euro im Schnitt abgefertigt werden sollen.
27.04.2007
Belgien: Erneut Streik bei Opel Antwerpen
Die Mittagsschicht legte am 25.04.07 ab 20.30 Uhr erneut die Arbeit nieder. Bekannt wurde, daß das Werk ab 2010 80.000 Chevrolets bauen soll. Da bei der heutigen Produktivität die offiziell übrigbleibenden ca. 3.200 Arbeiter zu viele sind, um lediglich 80.000 PKW zu bauen, rechnen die Arbeiter mit der Vernichtung von weit mehr als den bisher offiziell genannten 1.400. Sie wehrten sich auch gegen Lohnabbau und den Abbau sozialer Rechte, was sie hinnehmen sollen, um den Produktionsstandort zu erhalten. Die Kollegen im GM Werk von Antwerpen sind kämpferisch und Wütend. Die Gewerkschaftsvertreter im Werk unterstützen die Aktion. Die gestrige Nacht- und Frühschicht setzte den Streik fort, der bis zum 03. Mai weitergeführt werden soll. Beim Autozulieferer JCA in Belgien stehen dadurch bereits die Bänder. Eine große Mehrheit der Bochumer Belegschaft begrüßte den Streik. Bestärkend wirkt auch die offensive Lohnforderung der Opel-Kollegen in Gleiwitz (Polen).
26.04.2007


Schweden: Selbständiger Streik bei SAS
Am Dienstag und Mittwoch führte das Kabinenpersonal der skandinavischen Fluggesellschaft SAS einen selbständigen Streik durch. Dadurch fielen an beiden Tagen jeweils über 100 Flüge aus. Die Beschäftigten verlangen bessere Regelungen für Urlaub und Freizeit. Die Unternehmensleitung hat Verhandlungen abgelehnt, solange die "illegale Aktion" andauert.
26.04.2007


Iran: Studenten gegen "Sittlichkeitsoffensive"
Im Iran haben rund 2.000 Studenten der Universität Schiras gegen die neue "Sittlichkeitskampagne" des Mullah-Regimes demonstriert. Die Studenten protestierten gegen neue Vorschriften, die das Tragen von ärmellosen T-Shirts und kurzen Hosen außerhalb der eigenen Zimmer verbietet. Sie verweigerten Professoren Zutritt zum Gelände.
25.04.2007




Polen: Opel-Arbeiter bereiten Streik vor
Die Gewerkschaft Solidarnosc im Opelwerk Gliwice fordert 500 Zloty (knapp 130 Euro) mehr Lohn im Monat. Verhandlungen an Ostern mit der Betriebsleitung hatten zu keiner Einigung geführt. Ein Opel-Arbeiter verdient in Polen im Schnitt 2.600 Zloty (knapp 680 Euro). Auf die Frage, ob sie nicht Angst davor hätten, dass Opel die Produktion z.B. in die Ukraine verlagere, erklärte Rzecznieczek von Solidarnosc: "Das würde die GM-Konzernspitze sowieso machen - unabhägig davon, was wir hier fordern."
24.04.2007
Bangladesch: Jute-Arbeiter gegen Polizei
Letzte Woche kam es im Südwesten von Bangladesch zu heftigen Zusammenstößen zwischen Arbeitern aus den staatlichen Jutefabriken und der Polizei. Die streikenden Arbeiter fordern die Auszahlung ausstehender Löhne und Zulagen. Die Polizei ging äußerst brutal gegen die Arbeiter vor, es gab 100 Verwundete und zahlreiche Festnahmen. 500 Schulkinder verließen ihre Klassenzimmer und kamen zur Unterstützung ihrer streikenden Eltern und warfen Ziegelsteine auf die Polizisten. Seit Anfang Januar herrscht in Bangladesch Ausnahmezustand, alle Demonstrationen sind verboten.
24.04.2007
3,1 Prozent mehr Lohn in privater Energiewirtschaft
Der Warnstreik am vergangenen Freitag scheint gewirkt zu haben. 3,1 Prozent mehr Lohn erhalten die 25.000 Beschäftigten im Osten Deutschlands rückwirkend zum 01.04.2007. Die von den "Arbeitgebern" geforderte Erhöhung der Arbeitszeit um zwei unbezahlte Stunden wurde erfolgreich abgewehrt.
24.04.2007

Sieg!
Indonesien: Streik in der Grasberg-Mine erfolgreich
Am Wochenende haben die Arbeiter in der Kupfermine Grasberg ihren 4-tägigen Streik erfolgreich beendet. Die Arbeiter setzten durch, dass die Benachteiligung der einheimischen Arbeiter aus Papua, was Lohn und Arbeitsbedingungen angeht, zumindest deutlich eingeschränkt wurden. Der niedrigste Lohn wurde auf 341 US-Dollar/Monat festgesetzt. Die Grasberg-Mine ist die zweitgrößte Kupfermine der Welt und gehört zum Bergbaukonzern Freeport-McMoRan.
23.04.2007

Sieg!
Würzburg: Streik und Demo bei VDO
Gestern streikten und demonstrierten in Würzburg rund 1.000 Beschäftigte der ersten und zweiten Schicht des Siemens-VDO-Werks. Siemens will das Werk verkaufen, um den Teilkonzern VDO fit für den Börsengang zu machen. "Unser Papa braucht Arbeit und wir eine Zukunft - Marc und Tom" hatten zwei Jugendliche auf ihr Transparent geschrieben. Die Demonstranten waren sehr wütend. Einer schrieb auf seinem Plakat: "Pierer, nimm den Herrn Kleinfeld gleich mit".
21.04.2007
Berlin: Streik gegen Lohnkürzungen an Flughäfen
Gestern morgen führten die Beschäftigten an den Abfertigungsschaltern und der Gepäckbeförderung auf den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld einen dreistündigen Warnstreik durch. Aufgerufen hatte die Gewerkschaft Verdi. Die Unternehmen GlobeGround und GroundService International, die einen Großteil der Flugzeuge abfertigen, wollen aus den geltenden Tarifverträgen aussteigen und die Löhne um 20% kürzen.
21.04.2007
BRD: Warnstreik in Privater Energiewirtschaft
Rund 2.500 Beschäftigte der Privaten Energiewirtschaft im Osten haben am Freitagmorgen in Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt für zwei Stunden die Arbeit niedergelegt. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte zum Warnstreik aufgerufen, da der Arbeitgeberverband Privater Energieversorgungsunternehmen (AVEU) bislang kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hat. ver.di fordert für die 25.000 Arbeitnehmer und Auszubildenden in den neuen Bundesländern 6 Prozent mehr Gehalt. Der Arbeitgeberverband will eine Verlängerung der Arbeitszeit um zwei auf 40 Wochenstunden sowie die Ausweitung befristeter Arbeitsverträge durchsetzen und bietet eine Erhöhung der Gehälter um lediglich 1,9 Prozent an.
20.04.2007
Belgien: Erfolgreicher Streik bei Ford-Zulieferer
Die Arbeiter des Ford-Zulieferers SML im belgischen Genk haben beschlossen, ihren am Montag begonnenen selbständigen Streik zu beenden. Die Arbeiter erhalten 60 Cent mehr Stundenlohn und es werden zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt, um den Arbeitsdruck zu senken. Durch den Streik, dem sich drei weitere Zulieferer angeschlossen hatten, ist die Produktion bei Ford Genk zum Stehen gekommen. Sie sollte heute morgen wieder anlaufen. SML baut Motoren für den Mondeo.
20.04.2007

Sieg!
Papua-Neuguinea: Streik in Goldmine
Die rund 2.700 Arbeiter der Grasberg-Goldmine auf Papua-Neuguinea sind in einen dreitägigen Streik getreten. Sie verlangen höhere Löhne und bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für die Jugend. Die größte Goldmine der Welt gehört zu dem wegen seiner Umweltverbrechen berüchtigten US-Unternehmen Freeport-McMoRan.
20.04.2007
Indien: Streik der Elektrizitäts- und Transportarbeiter
30.000 Beschäftigte des Unternehmens Brihanmumbai Electric Supply and Transport (BEST) in der indischen Großstadt Mumbai sind am Donnerstag um Mitternacht in einen 72-stündigen Streik getreten. Sie verlangen höhere Tarife und eine Teuerungszulage. Der Streik ist nach Ansicht des Managements illegal. BEST betreibt in der indischen Großstadt Mumbai ein Netz von 3.380 Bussen, die am Tag 4,8 Millionen Fahrgäste befördern.
20.04.2007
Opel Antwerpen: Arbeit wieder aufgenommen
Die Arbeit im Opel-Werk in Antwerpen wurde wieder aufgenommen. Die Produktion hatte von Dienstag Mittag an über mehrere Schichtwechsel gestanden. Auch auf der gestrigen Nachtschicht wollte ein Teil der Kollegen weiter streiken, die Bänder liefen jedoch um Mitternacht wieder an. Streiks gab es auch bei mehreren Zulieferern, so bei dem Sitzhersteller Johnson Controls und der Firma Lear. Bei Ford in Genk kam es infolgedessen zu Produktionsstillständen.
19.04.2007
Tschechien: Streik bei Skoda für 17 Prozent Lohnerhöhung
Am 17. April sind die 28.000 Beschäftigten des größten Unternehmens von Tschechien in den Streik getreten, um 17 Prozent Lohnerhöhung durchzusetzen (siehe rf-news-Bericht vom 17.4.). Geplant war eigentlich nur ein Warnstreik von drei Stunden, der dann aber ausgeweitet wurde. Kein einziges Auto lief an diesem Tag vom Band. Ein Skoda-Arbeiter bekommt 790 Euro im Monat, während der Gewinn von Skoda auf 400 Millionen stieg. Falls bis Donnerstag, den 19. April keine befriedigende Zusage der Firmenleitung kommt, will die Belegschaft erneut streiken. Der Streik steht in einer Reihe mit ähnlichen, meist erfolgreichen Kämpfen für zweistellige Lohnerhöhungen bei Dacia in Rumänien, Ford in St. Petersburg und GM-Powertrain in Bielsko-Biala (Polen).
19.04.2007
Schweden: Bauarbeiter streiken
Am Mittwoch traten 800 Bauarbeiter von 46 schwedischen Baustellen der Firma Peab in einen landesweiten Streik. Die Bauarbeitergewerkschaft fordert höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten und will den Streik auf andere Unternehmen ausweiten, sollten die Forderungen der Bauarbeiter nicht erfüllt werden.
19.04.2007
Spanien: Generalstreik gegen Delphi-Schließung
Am Mittwoch führten rund 300.000 Arbeiter in der spanischen Provinz Cadiz einen regionalen Generalstreik durch. Er richtete sich gegen die beabsichtige Schließung eines Werks des Autoteilezulieferers Delphi in Puerto Real. Die 1.600 Beschäftigten des Werks streiken seit einem Monat und haben die Tore blockiert, unter anderem mit Barrikaden aus brennenden Reifen.
19.04.2007
Iran: Lehrer streiken
Sonntag und Montag blieben in vielen Städten im Iran die meisten Schulen geschlossen, weil die Lehrer für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen streikten. Schon im letzten Monat hatte es Streiks gegeben, wobei das Mullah-Regime Hunderte festnehmen ließ. Bis heute sind immer noch einige inhaftiert, viele internationale Gewerkschaften haben in Solidaritätserklärungen ihre Freiheit gefordert.
18.04.2007
Indonesien: Streik bei Yamaha
Bereits zum dritten Mal in diesem Monat haben rund 3.000 Arbeiter bei Yamaha Motors in Jakarta gestreikt und vor der Fabrik demonstriert. Sie fordern vor allem die Umwandlung ihrer befristeten Verträge in Festverträge.
18.04.2007


Tschechien: Skoda-Arbeiter treten in unbefristeten Streik
Die Arbeiter bei der tschechischen VW-Tochter Skoda sind heute morgen in einen unbefristeten Streik für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen getreten. Letzte Woche hatte die Skoda-Geschäftsleitung eine Erhöhung von 10 Prozent beim Grundgehalt angeboten, das war aber vor allem den Arbeitern am Band entschieden zu wenig. Die Gewerkschaft fordert insgesamt 24 Prozent mehr Lohn. Bei Skoda arbeiten derzeit 26.000 Menschen.
17.04.2007
















Vietnam: Streik von Textilarbeitern
Mehr als 1.200 Arbeiter der Quinmax-International Comp. in der Provinz Thua Thien Hue streiken seit Mittwoch für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Die Arbeiter fordern neben höheren Löhnen (sie verdienen nur zwischen 44 und 47,5 US-Dollar/Monat) auch Verbesserungen bei der Krankenversicherung und Rente.
14.04.2007
Großbritannien: Streik bei Grampian Country Food
Gestern streikten 1.400 Arbeiter bei einem der größten britischen Lebensmittelproduzenten, Grampian Country Food Group. Der Streik über höhere Löhne, Pensionen und Arbeitsbedingungen ging über 24 Stunden, in sechs Werken. Das Unternehmen liefert Fleisch an einige Supermärkte.
13.04.2007






BRD: Warnstreik des Lufthansa-Kabinen-Personals
Wegen eines Warnstreiks von rund 50 Kabinenbeschäftigten der Deutschen Lufthansa AG in Frankfurt/Main mussten heute sieben Flüge annulliert werden. Verdi-Fachgruppenleiter Steffen Kühhirt bezeichnete die Aktion als "vollen Erfolg". Hintergrund der Streikaktionen ist die Weigerung der Lufthansa, die in einem Tarifvertrag mit Verdi vereinbarte Lohnerhöhung von 3,4 Prozent nicht nur den rund 28.000 Beschäftigten am Boden, sondern auch den rund 14.000 Kabinenbeschäftigten zu zahlen.
12.04.2007
Tschechien: Skoda-Arbeiter bereiten Streik vor
Die Skoda-Autogruppe (gehört zum VW-Konzern) hat 2006 das beste Ergebnis ihrer Geschichte eingefahren: Das Gesamtergebnis vor Steuern stieg um 41 Prozent auf rund 507 Mio. Euro. Jetzt fordern die Arbeiter auf dieser Grundlage 24 Prozent mehr Lohn. Der durchschnittliche Lohn liegt bei 786 Euro. Für kommenden Dienstag wurde ein dreistündiger Streik angekündigt, wenn in den nächsten Tagen keine Einigung erzielt werde.
12.04.2007


Telekom: Warnstreiks
Heute hat die Gewerkschaft Verdi an Standorten in Berlin und Niedersachsen zu Warnstreiks aufgerufen. Rund 1.000 Kollegen aus dem Service-Bereich und den Callcentern streiken eine ganze Schicht lang. Morgen sollen die Warnstreiks ausgeweitet werden, dann finden wieder Verhandlungen zwischen der Telekom und Verdi statt. Es geht gegen erhebliche Lohnkürzungen und Arbeitszeitverlängerung.
11.04.2007
USA: Streik beim Dosenhersteller Rexam
Über 900 Gewerkschafter der USW (United Steel Worker) sind gestern bei dem Dosenhersteller Rexam in den Streik getreten. Betroffen sind neun Werke des britischen Konzerns in den USA. Hauptstreitpunkt ist die Krankenversicherung, die das Unternehmen auf die Arbeiter abwälzen will. Die Arbeiter hatten zwei Angebote des Unternehmens zu neuen Tarifverträgen abgelehnt.
11.04.2007


Argentinien: Lehrer stirbt nach Verletzung durch Polizei
Gestern streikten in Argentinien für einen Tag landesweit nicht nur die Lehrer, die seit Wochen für höhere Gehälter kämpfen. Der öffentliche Verkehr, Schulen, Banken und Büro blieben für Stunden geschlossen. Den Massendemonstrationen in vielen Städten schlossen sich gestern viele Nichtlehrer an, nachdem bekannt geworden war, dass der Chemielehrer Carlos Fuentealba gestorben war. Er war vergangene Woche von einem Tränengasprojektil der Polizei ins Gesicht getroffen worden. Jetzt fordern die Lehrer den Rücktritt des Gouverneurs der Provinz Neuquen, Jorge Sorbisch, der den Polizeieinsatz gegen die Lehrerdemo angeordnet hatte. Sorbisch verteidigte den Polizeieinsatz mit dem Argument, die Lehrer hätten den Verkehr gestört.
10.04.2007
Irak: Massendemos gegen Besatzung
Am 4. Jahrestag des Einmarsches der US-Armee in Bagdad sind in verschiedenen irakischen Städten Hunderttausende auf die Straße gegangen und haben den Abzug der Besatzungstruppen gefordert. Die größte Demonstration fand in Nadschaf mit bis zu 400.000 Beteiligten statt. Die Demonstranten riefen "Nein zur Besatzung, Nein zu Amerika!"
10.04.2007
Frankreich: Dorf kämpft gegen Abschiebungen
Die Bewohner des Dorfes Montfort in der Bretagne kämpfen mit Petitionen, Demonstrationen, Picknicks und Konzerten für die Rückkehr von 23 Migranten aus Mali, die Anfang März einfach abgeschoben wurden. Alle 23 Malier waren sozialversicherungspflichtig beschäftigt, hatten jedoch keine Papiere. Empört hat die Menschen, wie die Afrikaner von der Polizei behandelt wurden. 1.500 Einwohner (von 6.500) nahmen an der Demonstration teil.
07.04.2007
Vietnam: 43 Streiks seit Januar 2007
In den ersten drei Monaten des Jahres 2007 hat es in Vietnam nach offiziellen Angaben bereits 43 Streiks gegeben. Gekämpft wird um höhere Löhne, geringere Arbeitszeiten, Einhaltung der Pausen, Sozialversicherung. 16 Streiks fanden in Betrieben statt, die japanischen bzw. südkoreanischen Unternehmen gehören.
07.04.2007








USA: Streik im Kohlebergbau
In drei Bergwerken der Foundation Coal Holding in Pennsylvania und Illinois (USA) sind seit gestern 1.250 Bergarbeiter im Streik. Es ist der erste größte Streik im Kohlebergbau der USA seit 1994. die drei Zechen fördern zusammen rund 15,4 Millionen Tonnen im Jahr. Der Streik geht um einen neuen Tarifvertrag für alle drei Zechen.
05.04.2007
Argentinien: Demo von Lehrern
Gestern kam es in Argentinien in verschiedenen Landesteilen zu Demonstrationen von streikenden Lehrern, die höhere Gehälter fordern. Die angebotene Erhöhung um 10 Prozent lehnen sie als zu gering ab, da die Inflation seit zwei Jahren zweistellig ist. Die Polizei ging an mehreren Orten brutal gegen die Demonstranten vor, mehrere wurden durch Gummigeschosse schwer verletzt. Deswegen hat die Lehrergewerkschaft für kommenden Montag zu einem landesweiten Protesttag aufgerufen.
05.04.2007
Potsdam: Warnstreik am Klinikum
Gestern beteiligten sich rund einhundert Beschäftigte des Ernst-von-Bergmann-Klinikums in Potsdam an einem Warnstreik für die Rückkehr des Krankenhauses in die Tarifbindung und die Anhebung der Gehälter auf Westniveau. Die Streikenden zogen zum Stadthaus und fragten, warum das Rathaus seinen Beschäftigten Tariflohn zahle, nicht aber das Klinikum, das der Stadt gehört? Es gab keine Antwort von Vertretern der Stadt Potsdam.
05.04.2007
Türkei: Protest gegen staatliche Repression
In der türkisch-irakischen Grenzstadt finden seit Anfang der Woche tägliche Demonstrationen gegen die Verhaftung des mit 70 Prozent der Stimmen gewählten Bürgermeisters Aydin Budak statt. Um die Tausenden in Schach zu halten, wurde Militär aus der Umgebung zusammengezogen und in Cizre der Ausnahmezustand verhängt. Der Staatsapparat wirft Budak vor, er habe beim kurdischen Newrozfest "Rassenhass" geschürt. Er hatte sich besorgt über eine mögliche Schwermetallvergiftung des inhaftierten ehemaligen PKK-Versitzenden Öcalan geäußert.
05.04.2007
Peru: Streik in Metallwerk Doe Run
Die 1.700 gewerkschaftlich organisierten Arbeiter im metallurgischen Betrieb Doe Run Peru in La Oroya sind am Montag unbefristet in den Streik getreten. Sie fordern einen größeren Anteil an den Gewinnen des Betriebes, der Kupfer, Blei, Zink und Gold produziert. Der Streik hat den Betrieb lahm gelegt. Doe Run Co. ist der größte Bleiproduzent in Nordamerika.
04.04.2007
Brandenburg: Warnstreik im Klinikum
Gestern streikten rund 60 Beschäftigte des Klinikums Brandenburg/Havel sechs Stunden für die Forderung, dass die Klinik wieder Tariflöhne zahlen soll. Die Klinik-Leitung weigert sich, den im August abgeschlossenen Tarifvertrag umzusetzen. Unter anderem geht es dabei um die Angleichung von Ost- und Westlöhnen.
04.04.2007






Frankreich: Erneut Streiks bei Airbus
Aus der "Freien Presse Chemnitz" erfährt man heute, daß gestern tausende französische Airbus-Beschäftigte erneut streikten, um den Abbbau von 10.000 Stellen noch zu verhindern. Mehr als dieses "Kurz gemeldet" scheint der FP diese für tausende Menschen existentielle Frage nicht wert zu sein.
04.04.2007
Paris: Protest gegen "Sans Papiers"-Festnahme
Am Freitag streikten in Paris fast 20 Prozent der Grundschulen gegen die Praxis des Innenministeriums, Kinder von illegalen Einwanderern mit Polizeirazzien aus den Schulen zu zerren. Eltern, Lehrer, Aktivisten organisieren inzwischen Wachen vor den Schulen, um dieses Vorgehen zu verhindern. 2.000 Menschen folgten am Freitag dem Aufruf verschiedener Gewerkschaften und demonstrierten vor dem Bildungsministerium gegen die Methode, die Kinder aus den Schulen ins Abschiebezentrum zu verschleppen.
03.04.2007




Dänemark: Demo für Erhalt von Christiana
Tausende haben am Samstag in Kopenhagen für den Erhalt der alternativen Wohnsiedlung Christiana demonstriert. Die jugendlichen Demonstranten forderten außerdem die Einrichtung eines Jugendzentrums als Ersatz für das im März abgerissene alternative Jugendzentrum Ungdomhuset. Die Demonstration führte vor das Parlament. Begleitet wurde sie von Mitgliedern der Organisation "Eltern gegen Polizeigewalt", um Zusammenstöße mit der Polizei zu vermeiden.
02.04.2007

Großbrit.: 20.000 Beamte streikten
Gestern streikten 20.000 Angestellte des öffentlichen Dienstes in Großbritannien einen Tag lang für höhere Löhne. Betroffen waren dieses Mal vor allem Passbehörden und militärische Einrichtungen, die von Zivilbeschäftigten bestreikt wurden. Aufgerufen hatte die Gewerkschaft PCS. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sind sauer, weil die Lohnerhöhungen unter der Inflationsrate liegen. Es gab deswegen bereits mehrere eintägige Streiks in diesem Jahr.
31.03.2007




Griechenland: Studenten wollen Gesetz kippen
Im Februar hat das griechische Parlament das neue Hochschulrahmengesetz verabschiedet. Die Studenten wollen es trotzdem zu Fall bringen. Am Mittwoch demonstrierten Tausende in der griechischen Hauptstadt Athen. Rund 200 Universitätsinstitute im Land sind während des Semesters besetzt. Die Studenten wehren sich unter anderem gegen die Abschaffung des Hochschulasyls, Zwangsexmatrikulation bei Überschreiten der Studienzeit, die Beschneidung der Hochschulautonomie, die Zulassung privater Hochschulen und die Ausrichtung der staatlichen Gelder an der Wirtschaftlichkeit.
30.03.2007
Frankreich: Airbus-Streiktag am 3. April
Die französische Gewerkschaft Force Ouvrière, die stärkste bei Airbus, ruft für den kommenden Dienstag, 3. April, zu einem halbtägigen Streiktag in den Airbus-Werken auf.
29.03.2007
Wiesbaden: Warnstreiks bei der GEMA
Am Dienstag protestierten 40 Beschäftigte der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) in Wiesbaden mit einem Warnstreik gegen die geplante Tarifflucht des Unternehmens. Dieses hatte den Tarifvertrag mit der Gewerkschaft Verdi zum vergangenen Jahresende gekündigt und will in Zukunft nur noch Betriebsvereinbarungen unterhalb des Tarifvertrages abschließen. Die GEMA hat bundesweit 1.200 Beschäftigte. Warnstreiks gab es auch schon in den Niederlassungen Berlin, Hamburg, Hannover, Dortmund und Stuttgart. Sollte die Gesellschaft nicht einlenken, will die Gewerkschaft eine Urabstimmung über Streik durchführen.
29.03.2007


Frankreich: Erdölterminal bestreikt
Seit zwei Wochen streiken 70 Hafenarbeiter im Erdölterminal des Hafens von Marseille in Südfrankreich. 50 Schiffe liegen bereits unabgefertigt vor der Küste. Von dem Hafen hängen 31 Prozent der französischen Raffineriekapazitäten ab sowie die einzige Schweizer Raffinerie in Cressier. Die Gewerkschaft CGT wehrt sich mit dem Streik gegen eine schleichende Privatisierung der Hafenbetriebe.
29.03.2007
Mettingen: Selbständiger Streik gegen ERA bei DaimlerChrysler
400 Kollegen aus der Alu- und Grauguß-Gießerei bei DaimlerChrysler in Esslingen-Mettingen, die unter schweren Arbeitsbedingungen malochen und bereits 2004 an der Spitze der Demonstration und Blockade der Bundesstraße 14 standen, legten am 19. März für eine Stunde die Arbeit nieder, und protestierten damit gegen den Entgeltrahmen-Tarifvertrag (ERA). ERA ist ein massives Lohnsenkungsprogramm, das in den letzten Jahren ohne kämpferische Auseinandersetzungen zwischen IG Metall-Führung und Unternehmerverband ausgehandelt wurde. Ähnliche Programme werden aktuell auch im öffentlichen Dienst oder bei den Diakonie-Beschäftigten durchgeführt. Nicht zuletzt geht es um die Azubis und künftige Generationen. Sie bekommen ab sofort erheblich weniger Lohn. Über Jahrzehnte gesehen kann DaimlerChrysler seine Lohnkosten mit ERA in Deutschland um 20 Prozent senken.
29.03.2007
NRW: Warnstreiks im Kfz-Handwerk
Während die Chemnitzer "Freie Presse" heute breit über einen nicht repräsentativen(!) ADAC-Test bei Gebrauchtwagen-Händlern berichtet, findet sich kein Wort darüber, daß gestern rund 10.000 Beschäftigte des nordrhein-westfälischen Kfz-Handwerks Warnstreiks und Demonstrationen in mehr als 40 Städten durchführten. Der Verband des Kfz-Gewerbes NRW will heute entscheiden, ob er überhaupt noch einen neuen Flächentarifvertrag mit der IG Metall abschließt. In den Kfz-Werkstätten und Autohäusern in NRW sind rund 85.000 Menschen beschäftigt.
28.03.2007


Argentinien: Freie Tankstellen im Streik
Die freien Tankstellen in Argentinien, die nicht zum Netz der Mineralölkonzerne Shell (Großbritannien), Esso (USA), Petrobras (Brasilien) und Repsol-YPF (Spanien) gehören, haben für Donnerstag und Freitag Streiks und Blockaden angekündigt. Der Protest richtet sich gegen ihre angespannte wirtschaftliche Lage in Abhängigkeit von dem Preisdiktat der großen Konzerne.
28.03.2007








Spanien: Gewerkschaften rufen zum Streik gegen Delphi auf
Spanische Gewerkschaften rufen für den 18. April zu einem Protesttag gegen den US-Automobilzulieferer Delphi auf. Delphi will sein Werk in Cadiz schließen und 4.500 reguläre und Zeitarbeiter entlassen. Delphi verfügt in Spanien über weitere Werke in Pamplona, Tarazona und Barcelona. Der Konzern ist 1999 durch die Auslagerung der Teileproduktion von General Motors entstanden.
24.03.2007
Dänemark: Spontaner Streik bei SAS
Am Donnerstag organisierte das Kabinenpersonal der Fluggesellschaft SAS in Dänemark einen spontanen Streik. Die Gesellschaft hatte es darauhin sehr eilig, den Streit schnell zu beenden, um weitere finanzielle Verluste und eine "Rufschädigung" durch Streiks zu vermeiden. SAS will die Arbeitszeit der Piloten und des Kabinenpersonals weiter flexibilisieren, damit die Flugzeuge so wenig Zeit wie möglich am Boden verbringen.
24.03.2007


Sydney: Werftarbeiter demonstrieren gegen australische Arbeitsgesetze
Letzte Woche demonstrierten mehrere hundert australische Werftarbeiter im Hafen von Sydney. Sie protestierten gegen die Anwendung der von der Regierung Howard durchgeboxten arbeiterfeindlichen Gesetze durch den französischen Rüstungskonzern Thales. Dieser hatte die Australian Defence Industries mit 3.800 Beschäftigten letztes Jahr aufgekauft. Die Arbeiter verlangen das Recht auf einen Tarifvertrag und lehnen eine Senkung ihrer Löhne und die Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen ab. (www.amwu.asn.au)
23.03.2007
Israel: Erfolgreicher Generalstreik
Gestern traten rund 150.000 Beschäftigte in Israels öffentlichem Dienst in einen unbefristeten Generalstreik. Der Streik betraf alle Behörden mit Ausnahme des Kriegsministeriums, ferner die Bahn, Häfen, den Flughafen Ben Gurion und die Müllabfuhr. Nach 9 Stunden gab die Regierung nach und bewilligte die ausstehenden Lohnzahlungen für Tausende von Angestellten in lokalen Behörden. Sie waren aufgrund der hohen Verschuldung der Kommunen seit Monaten nicht ausgezahlt worden.
22.03.2007

Sieg!


Mettingen: Streik bei DaimlerChrysler gegen ERA
Am Montag legten 500 Beschäftigte im DaimlerChrysler-Werk Mettingen kurzzeitig die Arbeit nieder. Sie protestierten damit gegen die beabsichtigten Lohnkürzungen durch die Anwendung des neuen Entgeltrahmenabkommens (ERA).
21.03.2007
Iran: Polizeigewalt gegen demonstrierende Lehrer
Am 14. März ging die iranische Polizei mit brutaler Gewalt gegen eine Lehrerdemonstration vor dem Parlament und Erziehungsministerium in Teheran vor und hat 1.000 von ihnen verhaftet. Am 17. März waren immer noch rund 150 in Haft. Die Lehrer verlangen eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Education International, ein internationaler Zusammenschluss von Lehrergewerkschaften mit 30 Millionen Mitgliedern weltweit, hat den iranischen Präsidenten aufgefordert, die Lehrer unverzüglich freizulassen.
20.03.2007
Polen: 12.000 Lehrer fordern Rücktritt des Erziehungsministers
Letzten Samstag demonstrierten in der polnischen Hauptstadt Warschau 12.000 Lehrer für die ihnen zugesagte Lohnerhöhung von 7%. Ein Lehrer mit 20 Jahren Berufserfahrung verdient etwa 300 €. Vor allem richtet sich der Zorn der Lehrer gegen den Erziehungsminister und seinen Stellvertreter von der ultrarechten Liga der polnischen Familien. Diese drängen linke und fortschrittliche Lehrer aus dem Dienst oder verweigern ihnen die Lehrerlaubnis.
20.03.2007




Rüdesheim: Asbach-Beschäftigte kämpfen um ihre Arbeitsplätze
Am Freitag demonstrierten rund 150 Beschäftigte der Asbach-Abfüllanlage in Rüdesheim mit ihren Familienangehörigen vor dem Sitz des Mutterunternehmens in Rheinberg am linken Niederrhein. Asbach will die Abfüllanlage nach Wilthen in Sachsen verlagern. Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten sind dadurch 50 Familien in ihrer Existenz bedroht.
17.03.2007
Ba.-Wü.: 4.500 gegen Lohnraub der Diakonie
"An die Synodalen: Denkt daran, der liebe Gott sieht alles!" So mahnten gestern 4.500 Menschen aus ganz Württemberg auf einer Demo in Stuttgart, die gegen den geplanten Lohnraub der evangelischen Diakonie protestierten. Mit der Übernahme der Bundes-Arbeitsvertragsrichtlinien soll eine Öffnung geschaffen werden, um die Löhne und Gehälter der Angestellten zu senken. So strebt die evangelischen Kirche - ähnlich wie bei ERA in der Metallindustrie - an, nicht mehr entsprechend der Ausbildung zu bezahlen, sondern nur noch nach Tätigkeitsmerkmalen. Das Weihnachts- und Urlaubsgeld soll zur Hälfte im November ausgezahlt werden, der Rest im Juli - aber nur bei positivem Betriebsergebnis. Lohnkürzungen bis 400,00 Euro monatlich sind im Gespräch. Besonders betroffen wären weniger Qualifizierten. "Nicht schlucken, Feuer spucken!", rief eine Rednerin.
17.03.2007


Ba.-Wü.: Diakoniemitarbeiter streiken
Beschäftigte der Diakonie in Baden-Württemberg haben mit einem eintägigen Streik gegen eine geplante Änderung ihrer Tarifverträge und mögliche Gehaltseinbußen protestieren. Bestreikt wurde u.a. die Evangelische Gesellschaft in Stuttgart, die Diakonie in Stetten, die Paulinenpflege Winnenden und die Karlshöhe Ludwigsburg.
Die Synode der Evangelischen Landeskirche beriet währenddessen über ein neues Kirchengesetz, das es ihnen erlauben würde, Löhne und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten deutlich zu verschlechtern. Der neue Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes soll nicht übernommen werden, die Streikenden befürchten deshalb eine Senkung ihrer Einkommen um bis zu 20 Prozent. Erreicht werden sollen damit Konkurrenzvorteile der diakonischen Betriebe gegenüber vergleichbaren Einrichtungen anderer Wohlfahrtsverbände. (www.swr.de)
16.03.2007
Paris: Protest bei Alcatel-Lucent
Rund 4.000 Beschäftigte des Netzwerkausrüsters Alcatel-Lucent haben gestern in Paris gegen die Vernichtung tausender Arbeitsplätze im Konzern demonstriert. Die Teilnehmer kamen aus Frankreich, Spanien und Deutschland. Nach der Fusion der Konzerne Alcatel und Lucent sollen insgesamt 12.500 Stellen wegfallen. Die vom europäischen Gewerkschaftsbund (EMB) organisierte Großdemonstration sollte ein Zeichen setzen, dass sich die Belegschaften in den einzelnen Ländern nicht gegeneinander ausspielen lassen. (mehr dazu bei de.internet.com)
16.03.2007
Kanada: Streik bei IOC
Am 9. März traten rund 1.000 Beschäftigte der kanadischen Iron Ore Company (IOC) in Labrador City in den Streik. Die Gesellschaft betreibt dort eine Eisenerzmine, konzentriert das Erz und verarbeitet es zu Pellets für die Stahlindustrie. Die Arbeiter verlangen angesichts einer Rekordproduktion und Rekordprofiten im vergangen Jahr eine Erhöhung der Löhne und Zulagen. Laut einer Untersuchung beschweren sich 87 Prozent der Beschäftigten, dass die Konzernleitung sie nicht mit Würde und Respekt als Menschen behandelt. Die IOC gehört zu dem australischen Übermonopol Rio Tinto Zinc, das für solche Beschwerden und seine Umweltverbrechen berüchtigt ist.
16.03.2007
Dänemark: Streik bei Danmarks Radio
Die Beschäftigten des öffentlich-rechtlichen dänischen Rundfunk- und Fernsehsenders Danmarks Radio (DR) organisierten am Mittwoch einen spontanen Streik. Er richtete sich gegen die geplante Massenentlassung von 300 Beschäftigten. Alle Hauptnachrichtensendungen fielen aus. Der Sender ist vor kurzem in einen Neubau umgezogen, dessen Baukosten 250 Mio. Euro über dem Voranschlag liegen. Jetzt will der Sender auf Kosten der Beschäftigten "sparen".
16.03.2007
Irak: Elektrizitätsarbeiter streiken
In der nordirakischen Großstadt Kirkuk führten die Arbeiter des Elektrizitätswerkes Taza Electricity Plant am Dienstag einen ganztägigen Streik durch. Sie fordern von den lokalen Behörden, sie vor Anschlägen zu schützen, und außerdem eine Lohnerhöhung. Am selben Tag protestierten die Arbeiter des größten Elektrizitätswerks in der Hauptstadt Bagdad gegen die Entscheidung der Regierung, ihre Zulagen abzuschaffen.
15.03.2007


Pforzheim: Streik bei Flygt
Seit Montag streiken die Kollegen der schwedischen Firma ITT Flygt in Pforzheim. Der Streik soll mindestens bis Freitag geführt werden und ist mit einer Torblockade verbunden, die die Warenauslieferung verhindern soll. Grund ist die geplante Schließung - Flygt will seine Standorte auf Schweden und China konzentrieren -, die 65 Arbeitsplätze vernichten würde. Bis zu 100 weitere Arbeitsplätze in der Region hängen an diesem Unternehmen.
14.03.2007
Indien: Streik bei Hindustan Motors
Seit Montag streiken die Arbeiter im Uttarpara-Werk des indischen Autoherstellers Hindustan Motors. Sie fordern die Auszahlung ausstehender Löhne und die Wiedereinstellung entlassener Kollegen und Gewerkschaftsaktivisten. Hindustan Motors gehört zum Birla-Konzern und stellt unter anderem den "Ambassador" her.
14.03.2007
China: Massenprotest in Hunan
In der chinesischen Provinz Hunan kam es Ende letzter Woche mehrere Tage lang zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen 20.000 Menschen, vor allem Bauern, Arbeitslosen und Studenten, mit der Polizei. Ausgangspunkt war der Protest von Studenten gegen die Erhöhung der Buspreise. Dagegen hatte der Chef der Buslinie Schläger herangekarrt. Daraufhin weitete sich der Protest massiv aus und die Demonstranten griffen Polizeiwachen und -autos an. Seit 2005 wurden viele Buslinien privatisiert.
13.03.2007
Vietnam: Erneut Streikwelle
Anfang der Woche traten bis zu 30.000 Arbeiter und Arbeiterinnen in 12 Fabriken in Dong Nai, südlich von Ho-Chi-Minh-Stadt, in den Streik für höhere Löhne. Traditionell verlangen die Arbeiter im Frühjahr eine Anhebung der Löhne. Bis auf eine Firma kamen auch alle ausländischen Unternehmen den Forderungen nach und die Streiks wurden beendet.
13.03.2007
Israel: Lehrer im Streik
In der Region Tel Aviv sind die Lehrer an der Sekundarstufe II gestern in den Streik getreten. Sie drohen mit der Ausweitung des Streiks auf Jerusalem ab Dienstag. Seit Monaten fordern die Lehrer einen Tarifvertrag. Der letzte lief 2005 aus. Der Druck der Lehrer ist groß, weil die Abiturprüfungen vor der Tür stehen.
12.03.2007


Neu-Ulm: Erneut Streik gegen ERA bei EVOBUS
Am 8.3. um 9.30 Uhr zogen ca. 1.500 KollegInnen auf den Hof von Werk 4 in Neu-Ulm. Dort gab es eine fast dreistündige hitzige Debatte, bei der Evo-Chef Landmann immer wieder derbe ausgepfiffen wurde. Alle seine Abwiegelungsversuche verhallten. Ob die für nächste Woche anberaumten "Gespräche" (IGM, Betriebsrat, Geschäftsführung) was bringen? Die Masse der Kollegen ist ausgesprochen mißtrauisch und will selbst "am Ball bleiben".
10.03.2007
Mexiko: 100.000 demonstrierten am 8. März
Die Demonstration am 8. März in Oaxaca (Mexiko), an der sich mehr als 100.000 Menschen beteiligten, hatte neben dem Internationalen Frauentag vor allem den Protest gegen die anhaltende Unterdrückung durch die Staatsmacht zum Inhalt. Die Demonstranten forderten die Freilassung von mindestens 80 Inhaftierten, die seit dem Aufstand letztes Jahr immer noch inhaftiert sind und den Rücktritt des Gouverneurs.
10.03.2007
USA: Werftarbeiter streiken
Seit Donnerstag streiken bis zu 8.000 Arbeiter auf der Northrop Grumman´s Werft in Pascagoula, Mississippi. Die Mitglieder von 14 der 15 auf der Werft vertretenen Gewerkschaften hatten für Streik gestimmt. Sie fordern höhere Löhne und bessere Konditionen bei der Krankenversicherung. Es ist der erste Streik auf der Werft seit 1999. Northrop Grumman´s baut Flugzeuge und Schiffe, vor allem für das Militär.
10.03.2007
Brasilien: Landarbeiterinnen besetzen Plantagen
Rund 500 Frauen der Landarbeiterinnenorganisation Via Campesina besetzten Dienstag zwei Eukalyptus-Plantagen, eine davon gehört dem finnischen Papierkonzern Stora Enso. Ebenso viele Frauen besetzten zuerst eine Eisenerzmine und später eine Zuckermühle, die zum Ethanol-Produzenten Cargill (USA) gehört. Die Proteste richten sich gegen die Zerstörung der Umwelt in Brasilien durch die internationalen Konzerne. US-Präsident Bush will die Ethanol-Gewinnung aus Zuckerrohr ausbauen.
09.03.2007


Griechenland: Proteste gegen Hochschulgesetz
Gestern gingen in Athen wieder mindestens 20.000 Studenten und Hochschul-Beschäftigte auf die Straße, um gegen die Privatisierung des griechischen Bildungssystems zu protestieren. Dabei kam es zu heftigen Zusammenstößen mit der Polizei, mehrere Menschen wurden schwer verletzt. Das Zentrum Athens glich Stunden einem Schlachtfeld. Der Protest richtete sich gegen die Verabschiedung des neuen Universitätsgesetzes im Parlament. Es erleichtert unter anderem der Polizei den Zugang zu den Universitäten, was seit der blutigen Zerschlagung des studentischen Protestes durch Militärdiktatur in Griechenland 1973 ein besonders wunder Punkt ist.
09.03.2007


Südafrika: Streik in der Primrose Gold Mine
Seit einer Woche streiken die Bergarbeiter in der Primrose Goldmine in Germiston (Südafrika). Die Mine ist lahmgelegt. Die Arbeiter fordern von der Werksleitung die Anerkennung der Gewerkschaft NUM und die Wiederaufnahme der Lohnverhandlungen. Der regionale Vertreter der Bergarbeitergewerkschaft NUM sagte, die Manager der Goldmine legten ein Verhalten an den Tag wie zur Zeit der Apartheid.
08.03.2007


Neu-Ulm: Selbständiger Streik bei EVOBUS
Am 5.3. platzte den Evobus-Kollegen in Neu-Ulm der Kragen. Aus einer BR-Infostunde zu ERA (Entgeldrahmentarifabkommen) für erwartete 30 Kollegen wurde ein selbständiger Streik. Die Masse der Kollegen (laut Presse 1.800) verließ gegen 11.00 Uhr stinksauer das Werk und ging nach Hause. Die Einführung von ERA ab April und die Eingruppierungsmodalitäten (zwischen 500 und 1200 Euro weniger ab 2011) hatten das Fass zum Überlaufen gebracht.
07.03.2007


Polen: Streikankündigung bewirkt großen Erfolg
Am Vorabend des angekündigten Streikbeginns im polnischen Bielsko-Biala am Sonntag, dem 4. März 2007, hat General-Motors-Powertrain nachgegeben: man einigte sich auf eine Lohnerhöhung von 85 €, was auch 85% der Forderung entspricht (15% mehr Lohn), weiterhin werden 372 Arbeitsverträge meist junger Kolleginnen und Kollegen entfristet (70% der Befristeten). Das sei ein großer Erfolg, die bisher beste je erreichte Lohnsteigerung. (Bericht eines Kollegen der Gewerkschaft Solidarnosc vom 05.03.2007)
07.03.2007

Sieg!
Düsseldorf: Streik bei ThyssenKrupp PrestaSteerTec
Gestern streikten 150 Kollegen der Frühschicht beim Düsseldorfer Lenkungshersteller ThyssenKrupp PrestaSteerTec für knapp zwei Stunden. Betriebsrat und IG Metall befürchten, dass die 600 Arbeitsplätze bei dem DaimlerChrysler-Zulieferer gefährdet sind. Das Unternehmen hat bereits zahlreiche Arbeitsplätze ins Ausland verlagert.
07.03.2007
Vietnam: Mehr als 20.000 Arbeiter im Streik
Rund 10.000 Arbeiter in zwei Fabriken in Bien Hoa City (Vietnam) sind seit Montag im Streik. 7.000 Arbeiter von Mabuchi Motors, einer japanischen Firma, fordern die Auszahlung der versprochenen Lohnerhöhung und protestieren gegen Zulagenkürzungen und schlechtes Essen. 3.300 Arbeiter der taiwanesischen Fabrik Viet Tuong Electronics fordern bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne.
07.03.2007


Iran: Lehrer demonstrieren vor Parlament
Gestern demonstrierten in Teheran tausende Lehrer und forderten den Rücktritt des Bildungsministers. Schon am Samstag den 03. März waren zwischen 10.000 und 15.000 Lehrer auf der Straße und forderten höhere Löhne. Die Lehrer drohten damit, am kommenden Samstag zu Schulen zu schließen, wenn die Regierung nicht ihren Forderungen nachkommt.
07.03.2007












Frankreich: Größter Streik bei PSA seit 25 Jahren
Im Automobilwerk Peugeot/Citroën in Aulnay bei Paris stehen seit Mittwoch, 28. Februar, die Montagebänder. Zunächst zeitweise, dann dehnte sich der Streik auf alle Schichten aus, auch auf die Lackiererei. Mittlerweile läuft kein Auto mehr aus der Fabrik. Das ist der größte Streik seit 25 Jahren bei PSA, nach dem großen fünfwöchigen Kampf 1982 in Aulnay für "Menschenwürde", vor allem das Recht, sich frei gewerkschaftlich organisieren zu dürfen.
05.03.2007


Spanien: Über 50.000 demonstrieren gegen die Schließung des Delphi-Werkes
Am 1. März fand in Cadiz in Südspanien eine Großdemonstration gegen die Schließung des Delphi-Werkes Puerto Real statt. Von der Schließung des Werkes wären direkt oder indirekt über 4.000 Arbeitsplätze betroffen. Brisant ist die Situation auch deshalb, weil in Puerto Real auch ein Airbus-Werk mit 510 Beschäftigten ist, das ebenfalls von Arbeitsplatzvernichtung betroffen sein könnte. Die gesamte Innenstadt von Cadiz war voller Demonstranten aus den verschiedenen Betrieben, die ihre Solidarität zeigten. Die großen spanischen Gewerkschaften bereiten sich gleichzeitig auf einen europäischen Aktionstag bei Airbus vor.
03.03.2007
Sambia: Bergarbeiter streiken
Die Arbeiter der Kupfermine MCM (Mopani Copper Mines) in Sambia traten am Mittwoch in den Streik, um ihrer Forderung nach 40 Prozent mehr Lohn Nachdruck zu verleihen. Das Unternehmen hatte nur 16 Prozent angeboten. Die Arbeiter blockierten den Zugang zur Hütte und zur Kupfermine und brachten den Betrieb zum Erliegen. Die beiden im Betrieb ansässigen Gewerkschaften forderten die Arbeiter auf, wieder an die Arbeit zu gehen. Nur dann könnten sie in Verhandlungen etwas erreichen. Das überzeugte die streikenden Arbeiter allerdings nicht.
02.03.2007
Indien: Elektrizitätsarbeiter im Streik
Am Dienstag gab es in Bihar, einem indischen Teilstaat, keinerlei Strom, weil die Elektrizitätswerke bestreikt wurden. Die 14.000 Arbeiter wehren sich gegen das Vorhaben, die staatliche Energiebehörde zu zerschlagen.
01.03.2007





Streiks in Airbus-Werken
Am Montag, den 26.2., streikten ca. 600 Beschäftigte bei Airbus in Varel. Sie forderten von der Werksleitung Aufklärung über die Pläne des Konzerns. Diese schwieg sich aus - und die Kollegen machten darauf hin deutlich, dass sie ihre Aktionen auch verstärken können! Schon am vergangenen Freitag haben Kollegen einer kompletten Maschinenreihe gestreikt und sind zwei Stunden früher aus dem Werk gegangen. Ebenfalls in der vergangenen Woche haben 200 Kollegen in Nordenham gestreikt. Die Werke in Nordenham und Varel gehören zu den Standorten, die die Konzernspitze verkaufen will.
27.02.2007






Belgien: Erneut Streik bei VW
Heute Morgen ist die Frühschicht im VW-Werk Vorst in Belgien überraschend wieder in den Streik getreten. Auslöser des Streiks war, dass die Arbeiter sauer sind, dass sie nicht angehört wurden vor einer Beratung, die heute stattfindet. Auf dem Treffen geht es um die Verlängerung der Arbeitszeit von 35 auf 38 Stunden.
26.02.2007
London: Großdemo gegen Kriegspolitik
Am Samstag fand in London die größte Antikriegsdemonstration seit zwei Jahren statt. Nach Angaben der Veranstalter gingen 60.000 Menschen gegen den Irak-Krieg, die geplante Umrüstung des britischen Atomwaffenarsenals und gegen den geplanten Angriff auf den Iran auf die Straße. Die Demonstranten forderten den sofortigen und vollständigen Abzug der britischen Truppen aus dem Irak. Auch in Glasgow gingen 2.000 Menschen auf die Straße.
26.02.2007
Rumänien: Dacia-Arbeiter wollen streiken
Die Arbeiter des Automobilkonzerns Dacia-Renault in Rumänien wollen heute für eine 25-Prozent-Lohnerhöhung streiken. Die 11.000 Arbeiter hätten schließlich den riesigen Profit erwirtschaftet, erklärte ein Gewerkschaftsvertreter. Der durchschnittliche Monatslohn der Dacia-Arbeiter liegt aber bei 250 Euro. Renault hatte 1999 die ehemalige staatliche Autofabrik Dacia übernommen.
26.02.2007


Hamburg: Demo und Streik im Hafen
Gestern legten die Beschäftigten der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) die Arbeit nieder und zogen nach einer Betriebsversammlung durch die Innenstadt. Die fast 2.000 Demonstranten lehnen die vom Ersten Bürgermeister Ole von Beust (CDU) betriebene Privatisierung des Hafens ab. Thomas Mendrzik, stellvertretender Konzernbetriebsratsvorsitzender, sagte zu den Erfahrungen mit der Privatisierung, dass diese "von den Rendite- und Profiterwartungen der internationalen Großkonzerne abhängig gemacht" werden. "Das geht auf Knochen der Hafenarbeiter, die ihre Sozialstandards verlieren."
23.02.2007
Simbabwe: Streik der Lehrer erfolgreich
Die Regierung von Simbabwe hat das Mindestgehalt der Lehrer versechsfacht. Damit lenkte sie in dem wochenlangen Streik ein, weil sie eine Ausweitung der Streiks auf den gesamten öffentlichen Dienst bis hin zu einem öffentlichen Aufruhr zum Sturz der Regierung fürchtete.
23.02.2007

Sieg!




Argentinien: Streik gegen Statistik-Manipulation
Seit Montag streiken die Angestellten des staatlichen Amtes für Statistik (Indec) in Buenos Aires zwei Stunden pro Tag. Ab heute wird der Streik auf sechs Stunden ausgedehnt. Die Mitarbeiter des Amtes für Statistik werfen der Regierung Kirchner vor, die offiziellen Inflationszahlen zu manipulieren. Die Regierung hatte für Januar die Inflation auf 1,1 Prozent beziffert, die Kritiker gehen davon aus, dass die tatsächliche Inflationsrate bei zwei Prozent liegt. Die streikenden Mitarbeiter fordern auch bessere Arbeitsbedingen.
22.02.2007


Israel: Elektrizitätswerke werden bestreikt
Seit gestern streiken in Israel die Beschäftigten der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft (IEC) aus Protest gegen die geplante Elektrizitätsreform. Das Reformpaket soll Ende Februar in der Knesset verabschiedet werden. Die IEC soll in drei Gesellschaften zerteilt und 49 Prozent der Anteile verkauft werden. Die IEC rief die Gerichte an, um den Streik verbieten zu lassen.
21.02.2007
Iran: Streikversammlung durch Polizei gestürmt
Bereits am 24. Januar 2007 versammelten sich mehr als 200 Beschäftigte der Firma Mojde Wasl in der Stadt Ghazwin vor dem Fabriktor. Die Beschäftigten hatten seit vier Monaten keinen Lohn erhalten. Bei Übergriffen der Sicherheitskräfte wurden die Demonstranten zum Teil schwer verletzt.
21.02.2007


Belgien: Streik bei Opel Antwerpen
Am Montag, 19.02., streikte die Frühschicht von GM Belgien in Antwerpen ab 6 Uhr gegen Arbeitshetze durch die Bandgeschwindigkeit und gegen eine neue Regelung, dass nur 5 Prozent der Belegschaft Freischichten nehmen darf. In Antwerpen bekommen die Kollegen monatlich einen freien Tag, weil 40 Stunden gearbeitet wird bei einer tariflichen 38-Stunden-Woche. Bei einem Treffen zwischen Gewerkschafts-Vertretern und dem Management um 13 Uhr gab es Zusagen zu Neueinstellungen, zur Bezahlung der Streikzeit und der Möglichkeit, dass 7 Prozent Freischichten nehmen können. Daraufhin ging die Spätschicht wieder an die Arbeit.
20.02.2007

Sieg!
Mexiko: Bergarbeiter erinnern an Todesopfer
Gestern blieben in Mexiko Bergwerke und Stahlbuden geschlossen, weil die Bergarbeitergewerkschaft zu einem eintägigen Streik aufgerufen hatte. Am 19. Februar 2006 waren bei einer Explosion in einem Kohlebergwerk 65 Bergarbeiter getötet worden. Bisher wurden nur zwei tote Bergleute geborgen. Die streikenden Arbeiter verlangen, dass die Sicherheit in den Bergwerken erhöht und die Verantwortlichen für das Unglück bestraft werden.
20.02.2007




Iran: Streik von Raffinerie-Arbeitern
Mehr als 1.500 Beschäftigte der Aslowieh-Raffinerie im Iran traten bereits am 7. Januar in den Streik. Sie hatten seit fünf Monaten keinen Lohn erhalten. Die Arbeiter marschierten in Richtung des Hauptsitzes des Unternehmens und versammelten sich dort. Die Sicherheitskräfte und Unternehmer versuchten vergeblich die Streikenden einzuschüchtern. Nachdem sie sich entschlossen zeigten, den Streik fortzuführen, versprach das Unternehmen, die Löhne bis zum 15. Januar auszuzahlen. Daraufhin wurde der Streik am 9. Januar beendet.
19.02.2007
Kanada: Eisenbahnerstreik zeigt Wirkung
Seit über einer Woche streiken in Kanada 2.800 Beschäftigte der Eisenbahn CN. Der Automobilkonzern Ford schickte Arbeiter in seinem Werk St. Thomas nach Hause, weil Teile fehlten. Auch Chemieunternehmen und Holzfirmen haben Produktionssenkungen angeordnet und machen den Eisenbahnerstreik dafür verantwortlich. Die Eisenbahner streiken für höhere Löhne und Zulagen.
17.02.2007
Südafrika: Streik für Aidsmedikamente
Die Arbeiter Impala-Platin-Mine in Südafrika sind in einen selbständigen Streik getreten, um die Ausgabe von Anti-Aids-Medikamenten durchzusetzen. Die Impala-Mine ist die größte Mine des weltweit zweitgrößten Platinproduzenten Implats. Für Montag sind Verhandlungen anberaumt worden.
17.02.2007


Frankreich: Streik bei Alcatel-Lucent
Gestern streikten die Beschäftigten des Telekommunikationsausrüsters Alcatel-Lucent in den verschiedenen Werken in Frankreich gegen die angekündigte Vernichtung von 12.500 der 80.000 Arbeitsplätze weltweit. Der französische Konzern Alcatel und der US-Konzern Lucent hatten sich erst vor kurzem zusammen geschlossen. In Frankreich sollen 1.500 und in Deutschland 1.000 Arbeitsplätze vernichtet werden.
16.02.2007
Indien: Stadtreinigung in Madurai bestreikt
Die Beschäftigten der Stadtreinigung in Madurai sind am Dienstag für ihre Forderungen in den Streik getreten. Der Streik richtet sich gegen die geplante Privatisierung und für eine Aufstockung der Zahl der Arbeiter auf 4.400, entsprechend der Größe der Bevölkerung, statt aktuell nur 1.800. Am Abend brachen die Arbeiter ihren Streik ab, nachdem die Verwaltung zugesagt hatte, ihre Privatisierungspläne aufzugeben.
15.02.2007

Sieg!
Simbabwe: Verhaftungen wegen Lehrerstreik
Die Regierung des südafrikanischen Staats Simbabwe versucht, den landesweiten Streik der Lehrer zu unterdrücken. Soldaten sollen die Lehrer "überzeugen", an die Arbeit zurückzugehen. Drei Streikführer der Lehrergewerkschaft PTUZ wurden von der Polizei verhaftet. Die Lehrer gehören zu den am schlechtesten bezahlten Berufen im öffentlichen Dienst. Ihr Gehalt liegt bei nur einem Drittel bis zu einem Fünftel des Existenzminimums für eine Standardfamilie von fünf Personen.
15.02.2007
GB: Internationaler Protest gegen Fabrikschließung
Für den Valentinstag hat die britische Gewerkschaft GMB einen internationalen Protest gegen die Schließung einer Textilfabrik der Firma Burberry in Wales organisiert. Burberry will den Betrieb in Treorchy mit 300 Beschäftigten schließen und die Produktion nach Übersee verlagern. Koordinierte Demonstrationen sollen heute in London, Paris, Strassburg, New York, Chicago und Las Vegas durchgeführt werden.
14.02.2007
Petersburg: Ford-Arbeiter streiken
Die Nachtschicht der Ford-Werke im Werk Vsevolzhsk in der Nähe der zweitgrößten russischen Stadt St. Petersburg begann gestern abend einen Streik für höhere Löhne und eine eindeutige Festlegung des Urlaubs und der sozialen Zuwendungen. In dem Werk sind rund 1.100 von 1.800 Beschäftigten gewerkschaftlich organisiert. Ein regionales Gericht hatte den Streik für illegal erklärt. Die Gewerkschaft will diesen Richterspruch vor dem Obersten Gericht anfechten, wodurch seine Wirkung 40 Tage Aufschub erhält. Ford muss mit Umsatzausfällen zwischen drei und sechs Millionen US-Dollar am Tag rechnen.
14.02.2007
Vietnam: Textilarbeiter streiken
In der vietnamesischen Provinz Binh Duong sind 4.500 Arbeiter der Bekleidungsfabrik Hansoll Vina am 1. Februar in den Streik getreten. Sie fordern höhere Löhne und eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. Schwere Vorwürfe richten die Arbeiter gegen die Geschäftsleitung des koreanischen Unternehmens. Unter anderem sollen sie Kranke zum Arbeiten gezwungen haben. Es ist der erste große Streik seit der Streikwelle vor einem Jahr, nach der der Mindestlohn um 40 Prozent erhöht wurde.
13.02.2007




Ägypten: Textilarbeiter streikten erfolgreich
Vergangenen Donnerstag endete ein sechstägiger Streik von tausenden von Textilarbeitern in Kafr El Dewar (Ägypten). Der Kampf hatte am 4. Februar mit der Besetzung der Fabrik durch 12.000 Arbeiter begonnen. Sie verlangten höhere Löhne, einen höheren Essenszuschuss und eine Bonuszahlung, wie sie im Dezember eine andere Belegschaft erstreikt hatte. Der Streik endete mit einer Lohnerhöhung und einer deutlichen Erhöhung des Essenszuschusses.
12.02.2007

Sieg!
Kanada: Eisenbahner streiken
In Kanada sind am Samstag 2.800 Eisenbahner von CN (Canadian National Railways) in den Streik getreten. Die Gewerkschaft UTU (United Transportation Union) fordert eine Verlängerung der Pausen und höhere Löhne. CN versucht, den Betrieb mittels Managern aufrechtzuerhalten. Betroffen ist vor allem der Güterverkehr.
12.02.2007
Südkorea: Proteste gegen Gesundheitsreform
Am 6. Februar demonstrierten in Südkorea rund 5.000 Ärzte aus Seoul und Incheon und 1.000 Krankenschwestern in der Stadt Gwacheon gegen eine geplante Gesundheitsreform. Der Protest richtete sich vor allem dagegen, dass Krankenschwestern Diagnosen erstellen sollen.
10.02.2007
Hutchison gibt streikenden Hafenarbeitern nach
Über 500 Hafenarbeiter im Norden der indonesischen Hauptstadt Jakarta organisierten am 31. Januar einen Streik für einen neuen Tarifvertrag gegen das chinesische Übermonopol Hutchison. Hutchison Whampoa hat über 220.000 Beschäftigte in 56 Ländern und ist u.a. ein internationaler Hafenbetreiber. Nach zwei Stunden brachen die Docker ihren Streik ab, weil der Konzern einknickte und ihren Forderungen nachgab.
10.02.2007

Sieg!


Kuwait: Indische Arbeiter streiken
Die aus Indien angeworbenen Arbeiter einer Reinigungsfirma in dem reichen Golfstaat Kuwait sind Montag in den Streik getreten. Er richtet sich gegen die zu niedrige Bezahlung. Statt 65 Kuwaitische Dinar im Monat, ca. 24 Euro, bei einem Arbeitstag von 8 Stunden arbeiten sie 12 Stunden am Tag für 15 Euro im Monat. 20 Arbeiter müssen sich einen vier mal vier Meter großen Raum teilen. Es regnet herein, und es gibt für jedes Gebäude nur eine einzige Duschmöglichkeit.
09.02.2007
Frankreich: Öffentlicher Dienst im Streik
Gestern waren die 2,6 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst Frankreichs von ihren Gewerkschaften zu einem nationalen Streiktag aufgerufen worden. Hunderttausende von Beamten, Lehrern, Postlern, Eisenbahnern, Steuerbeamten usw. im ganzen Land beteiligten sich daran. Der Streik war verbunden mit Demonstrationen in Paris (40.000 Teilnehmer), Marseille (20.000), Rennes, Toulouse, Nantes usw. in insgesamt rund 20 Städten. Er richtete sich gegen das zu niedrige "Lohnangebot" der Regierung von 1,5% und Pläne, 15.000 Stellen im öffentlichen Dienst zu streichen.
09.02.2007
Italien: Streik der Tankstellenpächter
In Italien wird der am Dienstagabend begonnene Streik der rund 25.000 privaten Tankstellenpächter weitgehend befolgt. Sie protestieren damit gegen die Absicht der Regierung, den Markt zu "liberalisieren" und die Konkurrenz durch die Freigabe der Preise zu erhöhen. Die Tankstellenpächter, von denen seit den 1990er Jahren schon 8.000 aufgeben mussten, befürchten dadurch ein weiteres Tankstellensterben.
08.02.2007
Simbabwe: Landesweiter Lehrerstreik
Die Lehrer in dem südafrikanischen Land Simbabwe sind am Montag in einen unbefristeten Streik getreten. Ihre Gewerkschaften Progressive Teachers Union of Zimbabwe und Zimbabwes Teachers Association fordern angesichts der horrenden Inflation eine Erhöhung der Gehälter sowie Zulagen zur Miete und den Fahrtkosten.
08.02.2007
Frankreich: Streik im öffentlichen Dienst
Für den Donnerstag hatten die Gewerkschaften CGT, FO, FSU, UNSA und Solidaires gemeinsam zum Aktions- und Streiktag im Öffentlichen Dienst in Frankreich aufgerufen. Lehrer, Krankenschwestern, staatliche Verwaltung - überall wurde für höhere Löhne, Erhalt der Arbeitsplätze und zur Verteidigung des öffentlichen Dienstes gestreikt und demonstriert. "Wir kämpfen gegen die Unternehmer-Logik 'Mehr arbeiten, aber weniger verdienen!'", heißt es im gemeinsamen Aufruf der Gewerkschaften. Der von der Regierung vorgeschlagene "Handel" Löhne gegen Arbeitsplätze kommt nicht in Frage. Präsidentschaftskandidat Sarkozy steht genau für diese Unternehmerlogik, die die breite Bevölkerung ablehnt.
08.02.2007


Frankreich: Airbus-Beschäftigte streikten
Gestern streikten 18.000 Beschäftigte von Airbus in vier französischen Werken gegen die Pläne der Konzernleitung, tausende von Arbeitsplätzen zu vernichten. Für eine Stunde ruhte die Arbeit. Vor vier Tagen hatten die deutschen Kollegen protestiert. Die Konzernleitung hatte angekündigt, sie wolle "die Kosten" um 30 Prozent senken. Die Details sollen am 20. Februar bekannt gegeben werden.
07.02.2007
Petersburg: Ford-Arbeiter drohen mit Streik
Die Gewerkschaft des Ford-Werkes in Vsewoloschsk in Russland hat für den 14. Februar einen unbefristeten Streik angekündigt. Die Gewerkschaft fordert einen Tarifvertrag, der die Wochenarbeitszeit, den Urlaub und ähnliches regelt. Die Arbeiter hatten vergangene Woche fast einstimmig für den Streik gestimmt, nachdem die Betriebsleitung die Einsetzung einer Vermittlungskommission abgelehnt hatte. 2006 hatten die Ford-Arbeiter durch einen Bummelstreik eine Lohnerhöhung um 14,2 Prozent durchgesetzt.
06.02.2007
Hongkong: Hausangestellte demonstrierten
Rund 6.000 Hausangestellte von den Philippinen demonstrierten am vergangenen Sonntag in Hongkong gegen ein geplantes Arbeitsgesetz in ihrem Heimatland. Durch das Gesetz soll jeder Arbeitsmigrant gezwungen werden, auf eigene Kosten vor der Abreise an einem zweiwöchigen Trainingsprogramm teilzunehmen. Die Frauen erklärten, der philippinische Staat kassiere sowieso schon kräftig bei den Migranten ab.
06.02.2007




Israel: Hafenarbeiter im Streik
Am Mittwoch traten die Arbeiter des israelischen Hafens Ashdod in einen Streik, trotz eines Abkommens, das Streiks für fünf Jahre verbietet. Die Regierung will die Häfen privatisieren. Die Arbeiter befürchten dadurch massive Entlassungen und Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen.
02.02.2007
USA: Streik bei Harley-Davidson
Heute morgen begannen die Beschäftigten des Hauptwerks von Harley-Davidson in Pennsylvania/USA einen Streik. Der Streik richtet sich gegen eine geplante Kürzung der Löhne und die Überwälzung von Krankenversicherungskosten auf die Arbeiter. 2.533 Arbeiter hatten für Streik gestimmt, 52 dagegen. Es ist der erste Streik bei der legendären Motorradmarke seit 16 Jahren.
02.02.2007









Großbritannien: Tausende Beamte streiken
Heute streiken in Großbritannien tausende Beamte gegen das Vorhaben der Blair-Regierung, mehr als 100.000 Stellen im öffentlichen Dienst zu vernichten. Aufgerufen zu dem eintägigen Streik hat die Gewerkschaft PCS (Public and Commercial Services). Die Gewerkschaft verlangt Sicherheiten, dass es keine Entlassungen geben wird und dass die unteren Lohngruppen besser bezahlt werden.
31.01.2007




Brasilien: Proteste gegen Kartoffel-Vernichtung
Nach Fernsehberichten über die systematische Vernichtung von Kartoffeln im brasilianischen Bundesstaat Parana gibt es in den brasilianischen Medien eine Protestwelle. Die Menschen fordern die Verteilung der überschüssigen Kartoffeln an Arme. Davon gibt es in Brasilien genug. Nach offiziellen Angaben hungern 44 Millionen Menschen in Brasilien. In einem Fernsehbericht war aufgedeckt worden, dass allein in der Gemeinde Guarapuava seit Jahresanfang mindestens 600 Tonnen Kartoffeln vernichtet worden waren. Nach einer Rekordernte war der Kartoffelpreis extrem gefallen.
30.01.2007
Guinea: Generalstreik erfolgreich
Nach 18 Tagen Generalstreik feierten am Samstag die Menschen auf den Straßen der Hauptstadt Conakry den Erfolg ihres Kampfes. Präsident Conté hatten wesentlichen Forderungen nachgegeben: Ein neuer Premierminister soll eingesetzt, die Renten erhöht und die Preise für Grundnahrungsmittel gesenkt werden.
29.01.2007

Sieg!




Brüssel: Selbständiger Streik bei VW
Gestern sind die Arbeiter im Brüsseler VW-Werk in einen eintägigen selbständigen Streik getreten. VW will 90 Prozent der Brüsseler Produktion in andere Werke verlagern, wodurch 3.900 von 5.400 Arbeitsplätzen vernichtet werden sollen. Mit ihrem Streik verlangten die Arbeiter schriftliche Garantien über die Zukunft der Beschäftigten in dem Werk. Von Mitte November bis Anfang Januar hatten die Arbeiter mehrere Wochen gestreikt, nachdem VW angekündigt hatte, die Produktion des "Golf" in dem Werk einzustellen. VW hatte danach zumindest die Existenz der Fabrik bis Ende 2008 zugesichert.
26.01.2007
Rumänien: Streik chinesischer Textilarbeiterinnen
Rund 400 chinesische Textilarbeiterinnen der Wear Company sind in der Stadt Bacau, nordöstlich der rumänischen Hauptstadt Bukarest, in den Streik getreten. Es sind die ersten chinesischen Arbeiterinnen, die legal in Rumänien arbeiten. Dem Land fehlt es an Textilfacharbeitern, da viele in Westeuropa nach Arbeit suchen. Die Arbeiterinnen verlangen eine Verdoppelung ihrer Löhne von 350 US-Dollar im Monat (275 Euro) auf 700 US-Dollar und bessere Lebensbedingungen, da sie jeden Tag hungrig sind.
26.01.2007


Indien: Landarbeiter blockieren Straße
Am Mittwochmorgen blockierten Arbeiter der Landwirtschaftsuniversität Tamil Nadu/Indien während der Hauptverkehrszeit eine Straße, um ihre fünf Forderungen durchzusetzen. Dazu gehört eine Mindestbeschäftigung von fünf Tagen die Woche, was ihnen mit Verweis auf "Saisonschwankungen" bisher verwehrt wird. Ferner verlangen sie, dass der Samstag arbeitsfrei ist.
25.01.2007
China: Aufgebrachte Menschen setzen Hotel in Brand
Am 30. Dezember 2006 wurde eine 16-jährige Angestellte des Nest Business Hotel in Sichuan/China unter ungeklärten Umständen beraubt und ermordet. Eine wütende Menge von 20.000 Menschen demonstrierte mehrere Tage lang gegen die verbreitete Korruption und Untätigkeit der Behörden, die Umstände ihres Todes aufzuklären. Die Proteste erreichten am 17. Januar ihren Höhepunkt, als die Menschen das Vier-Sterne-Hotel stürmten und in Brand setzten.
25.01.2007








Libanon: Generalstreik
Der Generalstreik im Libanon begann heute mit Straßensperren, Schulen und Geschäfte in Beirut blieben geschlossen. Zum Generalstreik aufgerufen haben verschiedene Organisationen der Opposition, darunter die Hisbollah. Sie fordern den Rücktritt der Regierung Siniora, der sie Unterwerfung unter die westlichen imperialistischen Interessen vorwerfen. Die Regierung setzte Polizei und Armee gegen die Opposition ein.
23.01.2007


Indien: Bankangestellte streiken
Mehrere Zehntausend Bankangestellte der Central Bank of India streikten am Montag für gewerkschaftliche Rechte. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich fast 90 Prozent der 40.000 Angestellten. Nur das mittlere Management versuchte, in den 3.200 Zweigstellen die Geschäfte fortzuführen. Der Protest richtete sich gegen Angriffe auf die Gewerkschaften und ungerechte Beförderungs- bzw. Versetzungspolitik.
23.01.2007




Norwegen: Ärzte streiken
Am Donnerstag traten die Ärzte verschiedener Krankenhäuser in Norwegen in den Streik. Es geht um höhere Gehälter, wobei das Angebot die verschiedenen Berufsgruppen unterschiedlich behandelte. Deswegen hat die Gewerkschaft für Akademiker im Gesundheitswesen die Ausweitung des Streiks angekündigt.
20.01.2007




Finnland: Selbständiger Streik bei Perlo
1.200 Beschäftigte der beiden Werke in Joensuu und Kontiolahti begannen am Dienstag einen selbständigen Streik gegen die angekündigte Vernichtung von mehr als 1.000 Arbeitsplätzen bei dem finnischen Komponenten-Hersteller Perlo. Der Streik sollte heute morgen beendet werden.
19.01.2007


Philippinen: Blockade von Nestlé
Zwischen 300 und 500 Arbeiter einer Nestlé-Fabrik in Cabuyao auf den Philippinen blockieren seit Montag die Fabriktore. Der Streik geht um vereinbarte Rentenzahlungen an die Arbeiter.
18.01.2007


Peru: Fahrer von Kleinbussen und Kleinlastwagen im Streik
Am Montag traten Tausende Fahrer von Kleinbussen und Kleinlastwagen in der peruanischen Hauptstadt Lima in den Streik. Der Streik führte in der Metropole mit 8 Millionen Einwohnern zu chaotischen Verkehrsverhältnissen, verstärkt durch die von den Fahrer organisierten Blockaden der Highways, brennenden Reifen in den Straßen und Steinwürfen auf Fahrzeuge, die sich nicht an dem Streik beteiligten. Die Fahrer protestieren damit gegen die überhand nehmenden Geldstrafen und den Entzug der Fahrerlaubnis durch die Polizei.
18.01.2007


BDA wettert gegen politische Streiks
Dieter Hundt, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), hat die Proteste gegen die Rente mit 67 als "illegal" bezeichnet. "Der Aufruf der IG Metall, während der Arbeitszeit zu Demonstrationen gegen die vom Gesetzgeber geplante Rente mit 67 auf die Straße zu gehen, ist eine Aufforderung zum politischen Arbeitskampf; solche Streiks sind rechtswidrig und unzulässig", sagte Hundt gestern. Wer sich beteilige, riskiere arbeitsrechtliche Konsequenzen. Gestern hatten sich 7.000 Kollegen aus 18 Unternehmen im Saarland an solchen "illegalen" Protesten beteiligt, darunter Ford Saarlouis, Saarstahl und Dillinger Hütte.
17.01.2007
Hagen: Streik beim Blutspendedienst wird fortgesetzt
Gestern gab das Landesarbeitsgericht (LAG) in Hamm der Gewerkschaft Verdi teilweise recht. Das LAG erlaubte den Streik beim Blutspendedienst West (BSD) unter der Voraussetzung, dass die notfallmedizinische Versorgung sicherzustellen ist. Gestern schon hatten 100 Gewerkschafter in Hagen den Streik wieder aufgenommen.
17.01.2007


Guinea: Generalstreik
Im westafrikanischen Staat Guinea findet seit Mitte letzter Woche ein unbefristeter Generalstreik statt. Inzwischen haben die Gewerkschaften Präsident Conte ultimativ aufgefordert, eine neue Regierung einzusetzen. Gestern hatte die Polizei brutal in demonstrierende Menschenmengen geschossen. Der Streik wird breit unterstützt. Die breite Mehrheit der Menschen in Guinea lebt in größter Armut.
16.01.2007












Simbabwe: Krankenschwestern schließen sich dem Ärztestreik an
Im südafrikanischen Simbabwe haben sich die Krankenschwestern der staatlichen Krankenhäuser dem seit drei Wochen andauernden Ärztestreik angeschlossen. Die Hauptforderung sind Lohnerhöhungen, die angesichts einer Inflationsrate auf Jahresbasis von 1.200% im Dezember bitter nötig sind. Simbabwe ist das Land mit der höchsten Inflationsrate auf der Welt und wird durch seinen diktatorischen Präsidenten in Grund und Boden gewirtschaftet.
12.01.2007
Sonneberg: Streik bei Märklin gegen Werksschließung
Laut einer Meldung der IG Metall kam es heute in der Frühschicht zu zwei spontanen Arbeitsniederlegungen der Belegschaft gegen die für die zweite Jahreshälfte geplante Schließung des Werks. Das hatte die Geschäftsleitung gestern mitgeteilt. Die Produktion soll auf die beiden Standorte Göppingen und Nürnberg konzentriert werden. Allerdings will Märklin auch in Nürnberg die Hälfte der rund 60 Stellen streichen und im Göppinger Stammwerk 60 der 600 Mitarbeiter entlassen. Die Herstellung von Modellwagen soll ins ungarische Werk nach Györ verlagert werden.
11.01.2007
Bangladesch: Aufruhr von Textilarbeitern
In der Stadt Tejgaon in Bangladesch haben Tausende von Textilarbeitern und Arbeiterinnen von rund 20 Textilfabriken 10 Fabriken verwüstet und Reifen in den Straßen angezündet. Die Unruhen brachen aus, nachdem bekannt geworden war, dass ihr Streikführer Sayeed von Schlägern umgebracht worden war, die ein Fabrikbesitzer angeheuert hatte.
11.01.2007
Südkorea: Hyundai-Arbeiter demonstrieren
Bis zu 2.000 Arbeiter des südkoreanischen Autoherstellers Hyundai haben gestern vor der Hauptverwaltung des Konzerns lautstark für die volle Zahlung der Jahresprämie demonstriert. Hyundai hatte nur einen Monatslohn ausgezahlt, obwohl 1,5 Monatslöhne vereinbart worden waren. Die Begründung war, es wäre zuwenig gearbeitet worden. Daraufhin hatte die Gewerkschaft zum Boykott der Überstunden aufgerufen.
10.01.2007
Ärzte ohne Grenzen protestiert gegen Novartis
Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat eine Kampagne gestartet, mit der das Pharmaunternehmen Novartis aufgefordert wird, seine Klage gegen das indische Patentrecht zurückzuziehen. Die Klage des Konzerns gefährdet den Zugang von Millionen Menschen zu billigen Medikamenten. Indien ist seit Jahren eines der wichtigsten Produktionsländer für kostengünstige lebenswichtige Medikamente, vor allem in der HIV/Aids-Behandlung. (www.aerzte-ohne-grenzen.de/Medikamentenkampagne)
10.01.2007










Indien: Hausmädchen demonstrieren
In Mysore, einer Stadt im indischen Bundesstaat Karnataka, demonstrierten am Donnerstag 500 Hausmädchen und forderten von der Regierung die Erfüllung von 15 Forderungen. Die Frauen fordern, dass sie einen Anspruch auf Sozialversicherungen erhalten. Außerdem wollen sie wöchentliche freie Tage und Urlaub durchsetzen.
06.01.2007




Simbabwe: Ärzte streiken schon zwei Wochen
Am 21. Dezember traten die Assistenzärzte der staatlichen Krankenhäuser Simbabwes in einen unbefristeten Streik. Sie verlangen angesichts der galoppierenden Inflation höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere medizinische Ausrüstung der Krankenhäuser. Ihnen schlossen sich auch die höher bezahlten älteren Ärzte in der Hauptstadt Harare und in der zweitgrößten Stadt Bulawayo an.
04.01.2007
China: Lehrer demonstrieren für höhere Löhne
In Huadu, einem Vorort der südchinesischen Großstadt Guangzhou, demonstrierten am 1. Januar rund 1.000 Lehrer. Sie versammelten sich vor dem Gebäude der Bezirksverwaltung und forderten höhere Löhne. In Anwesenheit von 400 Polizisten zur Aufstandsbekämpfung verhielten sich die Lehrer still, bis auf das Singen der "Internationale".
04.01.2007
Indien: Unbefristeter Streik im Kohletransport
Rund 1.000 Kontraktarbeiter des NTPC Simhadri Kohlekraftwerks in Viskhapatnam im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh traten am Dienstag in einen unbefristeten Streik. Der Streik wird sich in wenigen Tagen auf die Stromerzeugung auswirken, da die Kontraktarbeiter den Kohletransport lahmgelegt haben. Sie fordern eine Staubzulage von 600 Rupien im Monat und eine Festsetzung der Mindestlöhne für die verschiedenen Gruppen von Arbeitern.
03.01.2007



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