Es ist nicht die Zeit, um im Ruhestand zu kämpfen!
Die Popularität der aktuellen Bewegung übersteigt den Protest gegen die strenge Rentenreform: jeder weiß, dass diese ein Angriff mehr gegen unser Leben ist und verbunden ist mit einer unverhüllten Ungleichheit (Reiche, Banker und Bosse waren nie besser geschützt durch den Staat), sie war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Das Problem der Rente ist nicht mehr als ein kleiner Teil eines Ganzen und wir müssen die Politik der Strenge als Ganzes zurückweisen, weil die Macht einfach ein paar Krümel auf die RentnerInnen fallen lassen kann die sie anderswo wieder wegnimmt.
In diesem Zusammenhang ist es klar, dass nur ein ausreichendes Kräftverhältnis es uns ermöglicht, zu gewinnen. Nun gehen die Demonsrationen seit dem Schulanfang nahtlos ineinander über und nehmen nicht nur ein immer grösseres Ausmass im Hinblick auf TeilnehmerInnen an, sondern es sind auch diejenigen immer zahlreicher, die sagen, dass dies nicht ausreicht, um die Regierung in die Knie zu zwingen.
Die Gewerkschaftsbürokratie und ihre Überbietung in zeitlich angeordneten und auf die Innenstädte beschränkten Mobilisierungstagen machen mit bei der Schwächung der Bewegung. Im Übrigen wird seid kurzem ihre eigene Basis ungeduldig und übernimmt die Initiative in einigen Unternehmen.
Weil wir alle von diesen Angriffen betroffen sind , und weil uns Demonstrationen allein nicht gewinnen lassen, ist es wichtig, eine
geeignete Form des Kampfes zu finden, welche die Verständigung zwischen den Berufen und den Altersklassen ermöglicht, die Zusammenfassung von ArbeitnehmerInnen aus den privaten und öffentlichen Betrieben, der Arbeitslosen, StudentInnen, RentnerInnen, und allen anderen. Überall müssen Vollversammlungen abgehalten werden, um es allen, ohne sich auf die eigene Berufsgruppe zu beschränken, zu ermöglichen, sich zu treffen, zu diskutieren und AkteurInnen des Kampfes zu sein.
Der Kampf muss sich in erster Linie als eine Gesamtheit von Techniken gedacht werdenn, von denen die Demonstration nichts anderes als ein Abbild der bereits aktiven Kräfte ist. Dieses anzuerkennen ermöglicht es uns die geeigneten Massnahmen und Ziele zu wählen für unsere Mittel, während sie die Zugehörigkeit, die Verbundenheit und die Unterstützung der Bevölkerung hervorrufen, während sie die Macht schwächen.
Die Aktionsformen sind zahlreich und einige bieten auch Beteiligungsmöglichkeiten für diejenigen, die in diesem Stadium des Kampfes nicht streiken können:
- Die Arbeitsniederlegung (anhalten der Arbeit für eine kurze Dauer)
- Die aufeinander folgenden Streiks (ein Teil der Mitarbeiter legt die Arbeit nieder, nimmt sie wieder auf, wenn ein anderer Teil der
- Mitarbeiter die Arbeit niederlegen und so weiter)
- Die Verschwendung (Produktion in der langsamsten und unproduktivsten Form, die möglich ist)
- Bummelstreik, Streikposten, Blockaden, Besetzungen, Wiederaneignung von Lebensmitteln, Kollekten, Unterstützungskonzerte oder -feste. u.s.w.
Informationen zu all diesen Aktionsformen finden sich in der folgenden Broschüre (auf französisch):
http://cnt.ait.caen.free.fr/cas/techniquesdelutte.pdf oder http://cnt-ait.info/article.php3?id_article=1
Trotz den Reden der marktschreierischen PolitikerInnen, trotz der polizeilichen Gewalt die wir bereits erlebt haben und trotz der Bedenken von GewerkschaftsbürokratInnen, deren Rolle war es immer, den sozialen Frieden zu erhalten, müssen wir mit dem Gefühl der Hilflosigkeit brechen. Die Aktionen dieser letzten Tage sind vielleicht der Anfang einer massiven und tiefgreifenden Bewegung
gegen diese grundlegend ungerechte und ungleiche kapitalistische Gesellschaft.
* Die Emanzipation der ArbeiterInnen wird das Werk der ArbeiterInnen selbst sein .*
* Bauen wir einen Generalstreik .*
CNT-F Caen / IAA-AIT