Anklage gegen die «Belgrad 6» erhoben!
Am 7. Dezember wurden sechs serbische AnarchistInnen, die vor mehr als drei Monaten verhaftet worden waren, vor einem Belgrader Gericht formell des Deliktes des "Internationalen Terrorismus" angeklagt. Das Gericht ordnete an, dass die Beschuldigten – unter ihnen fünf Mitglieder der anarcho-syndikalistischen ASI - bis zum Prozessbeginn in Haft bleiben sollen. Mit einem Prozess ist nicht vor dem Frühjahr 2010 zu rechnen. Die «Internationale Arbeiter Assoziation» (IAA) und andere UnterstützerInnen, rufen zur verstärkten Solidarität auf.
In der serbischen Presse sind zwischenzeitlich Berichte erschienen,
in den behauptet wird, die sechs hätten sich zu den Aktionen bekannt,
bei der an der griechischen Botschaft in Belgrad minimaler Sachschaden
entstanden war und angegeben, das wäre für die internationale
Solidarität geschehen. Mitglieder der ASI haben jede Verbindung zur Tat
verneint. Dennoch berichtet die serbische Presse, dass Dojkic und
Vulovic - zwei der Inhaftierten - "geprüft haben, dass niemand in der
Nähe ist" bevor sie Brandflaschen geworfen hätten. Es ist völlig
unklar, woher die Presse diese Information erhalten haben will, aber es
zeigt erneut, dass der Staat versucht, vollendete Tatsachen gegen die
Mitglieder der ASI zu schaffen und dabei die Medien benutzt, um sie
bereits vor dem Prozess als schuldig hinzustellen.
(Quelle: http://www.fau.org/artikel/art_091104-071558)
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