Rudi on Tour (April 2010)
Wieder einmal bin ich auf Tour. Zwischen dem 06.04. und dem 12.04. bin ich überwiegend im Südwesten unterwegs (am letzten Tag mache ich dann einen Abstecher in den Osten der Republik). Jeden Tag ein anderer Vortrag und sogar ein Tagesseminar stehen diesmal auf dem Programm, aber seht selbst:
06.04.2010, 19:00 Uhr – Nauwies 19, Saarbrücken
Lohnarbeit
In den heutigen Industrieländern nimmt die Lohnarbeit einen zentralen
Platz im Wertegefüge der Menschen ein. Der Alltag der meisten
erwachsenen Menschen wird von der Lohnarbeit oder der Suche nach einem
Arbeitsplatz bestimmt.
Die wachsende Massenarbeitslosigkeit nimmt nicht nur in sämtlichen
Meinungsumfragen den führenden Platz in der Hitliste der die
Gesellschaft bewegenden Probleme ein, sondern verhindert bisher einen
aktiven, breiteren Widerstand gegen die Zumutungen des kapitalistischen
Systems. Grund genug, sich etwas genauer mit der Rolle der Arbeit in
der Gesellschaft zu befassen.
07.04.2010, 18:00 Uhr – Halkevi, Luisenstr. 2, Damtstadt
Anarchie und Sex
Dieser Vortrag befindet sich noch in der Entstehung. Es geht einerseits
um so alltaglich Problemem wie ‚Liebe‘ und ‚Eifersucht‘, Fragen nach
Zwei- und Mehrsamkeit, Sado-Maso-Praktiken, Hetero-, Homo-, Auto-, Bi-
und Multisexualität, sowie Genderfragen nach Sinn und Unsinn von
sozialem und biologioschem Geschlecht, ….. Vorwort: Die Idee zu diesem
Vortrag hatte ich bei einer Veranstaltung in Salzburg. Am Anschluss an
den Vortrag “Anarchie und Strafe – zur Zukunft des Knastsystems in der
Anarchie” diskutierten die Anwesenden Menschen sehr schnell über Sex,
Gender, SM-Praktiken u.v.a.m. Diese Diskussion zeigte mir einerseits
das es großes Interesse am Thema Sex* gibt und andererseits, das es,
trotz zahlreicher analytischer Beschäftigungen mit dem Thema allerlei
Unsicherheiten gibt. Mein Vortrag wird sicher nicht in der Lage sein
alle Frage zu beantworten (oder auch nur an zu reißen) aber ich hoffe
doch einige sachlich-sinnliche Hinweise geben zu können. Aber was macht
uns eigentlich beim Thema Sex so unsicher und vor allem, was hat Sex
mit Anarchie zu tun?
Mit Konstantin Wecker (“Freiheit, das heißt keine Angst haben vor
nichts und niemand“) möchte ich die Frage nach dem Zusammenhang von Sex
und Anarchie vorerst beantworten. Gleichzeitig habe ich hier auch eine
gute Überleitung zu der Antwort auf die Frage was uns denn beim Thema
Sex so unsicher macht. Meiner Ansicht nach ist es Angst. Angst vor
Strafe, vor Verlust, vor abweichendem Verhalten, vor Unkenntnis, vor
ungewolltem Verhalten usw. usf.
Spätestens ab der Pubertät beschäftigen wir uns alle mehr oder weniger
mit Sex. Aber schon vorher werden wir in unsere Geschlechterrollen
gedrängt. Zum Teil operativ, zum Teil durch die Konfrontation mit
Rollenbildern und “kindgerechtem” Spielzeug. Doch zurück zur Pubertät.
Wir fangen an uns selbst, unseren Körper, unsere Lust zu erkunden.
Schon hier tragen viele von uns ein ganzen Netzwerk von Schuldgefühlen
mit sich herum, fühlen einen Widerspruch zwischen dem was sie Fühlen
und dem was ihnen beigebracht wurde. Die Entdeckung des anderen (das
meine ich nicht geschlechtlich, sondern rein numerisch) macht die
Angelegenheit oft nicht leichter. Woher sollen wir wissen was das
gegenüber (denkt euch ruhig den Plural dazu) mag und möchte? Müssen wir
gesetzte Grenzen in alle Ewigkeit akzeptieren oder dürfen wir sie
überschreiten und wenn ja, wie?
Wie wirken sich (für die Intellektuellen unter uns) gesellschaftliche
Realitäten wie Staatlichkeit (im weitesten Sinn!) und Kapitalismus auf
unsere Sexualität und die Konstruktion/Dekonstruktion der
Geschlechterrollen aus? Ist es ok Pornos zu schauen? Was passiert
eigentlich im Pornokino? Darf ich beim Sex schlagen, fesseln, befehlen?
Ist Monogamie in Ordnung? Woher kommt meine Eifersucht? Warum sitzen
die Kerle im Zug immer so, das auf dem Viersitzer kein Platz mehr für
mich ist? Welchen Sinn oder Unsinn machen Dinge wie soziales und
biologisches Geschlecht und wie wird das bestimmt? Geht Sex ohne Liebe?
Was ist mit Beschneidung? Und noch mal: Was hat das alles mit Anarchie
zu tun? Ist das ganze nicht einfach nur eine private Angelegenheit?
* Wenn ich von Sex schreibe, denke ich Gender und alle anderen Aspekte gleich mit. Ich möchte der schriftstellerischen Einfachheit halber, Sex nicht einfach nur als Geschlechtsakt verstanden wissen. Vielmehr als Überschrift für ein Netzwerk verschiedenster Begriffe.
08.04.2010, 18:00 Uhr – JuZ in Selbstverwaltung „Altes Badhaus“ Bingen e.V., Mainzerstr. 103a, Bingen am Rhein
AnarchistInnen gegen Hitler
Im offizielen Gedenken an den Widerstand gegen den Faschismus werden
wir zunehmend einseitig an die Offiziere des 20.Juli erinnert.
Innerhalb der „Linken“ erinnert man sich auch des Widerstandes aus
sozialemokratischen, zentralgewerkschaftlichen und vor allem
kommunistischen Kreisen. Was ist aber mit den AnarchistInnen und
SyndikalistInnen? Haben sie Widerstand geleistet? Wenn, ja, was war
ihre Motivation? Wie waren sie Organisiert? Wer hat sich an diesem
Widerstand beteiligt? Wie ist dieser Widerstand zu bewerten? Was hat er
gebracht? Diesen und noch einigen anderen Fragen mehr werden wir in den
Vortrag nachgehen. Hinterher bleibt noch genug Zeit weitere Fragen zu
stellen und über die dargestellten Thesen zu diskutieren.
09.04.2010, 19:00 Uhr – cafga (am Schillerplatz) – B 2, 11 – 68159 Mannheim
März 1920 „Die vergessene Revolution“
Am 13. März putschte Kapp gegen die Reichsregierung in Berlin. Am 15.
März begann der eiligst ausgerufene Generalstreik. Bis zum 29. März
traten allein im Ruhrgebiet mehr als 330.000 Arbeiter und Arbeiterinnen
in den Streik.
Eben diese ArbeiterInnen bildeten in den Städten spontan die
sogenannten Arbeiterwehren. Außerdem organisierten sich 80. – 120.000
Menschen ebenso spontan in der „Roten Ruhr Armee“. Hinter der Front
passierte aber noch viel mehr, und genau darum soll es in dieser
Veranstaltung gehen. Anhand eines PowerPoint unterstützten Vortrages
rufe ich den März 1920, die Akteure auf allen Seiten und die
„vergessene Revolution“ wieder in unsere Erinnerung. Nach dem Vortrag
stehe ich Autoren noch zu einer offenen Diskussion zur Verfügung.
10.04.2010, 11:00 Uhr – DGB-Haus, Deutscher Gewerkschaftsbund, Ettlinger Straße 3a, 76137 Karlsruhe
Tagesseminar „Einführung in das kollektive Arbeitsrecht“
In der Linken ist die Arbeiterklasse schon lange kein Thema mehr. Erst
in der neuesten Zeit wenden sich wieder vermehrt Menschen der „sozialen
Frage“ zu. Dabei stoßen sie unweigerlich auf Gewerkschaften und ihre
Kampfformen. Kaum einer weiß jedoch die rechtliche Situation, in deren
Rahmen die reformistischen, gelben und auch revolutionären
Gewerkschaften agieren, ein zu schätzen. Das Tagesseminar beschäftigt
sich einführend mit dem sogenannten „Kollektiven Arbeitsrecht“. Dabei
wird insbesondere der Frage nach geangen „Was ist das Arbeitsrecht“, wo
und wie ist es geregelt und welche Rangfolgen haben die Rechtsquellen.
Des weiteren wird ein Überblick über das Tarifvertragsrecht und das
Arbeitskampfrecht gegeben. In diesem Zusammenhang werden Begriffe wie
Gewerkschaft und Betriebsgruppe erläutert. Besondere Erwähnung finden
sogenannte JoberInnen und LeiharbeiterInnen. Zum besseren verständnis
gibt es einen kleinen Überblick über die Geschichte des Streikrechts
und die Entstehung heutiger (kollektiver) arbeitsrechtlicher
Rechtsprechung. Das ganze wird immer unter der Perspektive realer und
revolutionärer Gewerkschaftsarbeit geschildert. Während des Seminars
gibt es immer wieder Gelegenheit einzelne Punkte ausführlicher zu
diskutieren. Folgeseminare zu Spezialthemen (zum Beispiel
Betriebsverfassungsgesetz usw) sind möglich.
11.04.2010, 17:00 Uhr – Demokratisches Zentrum,Wilhelmstrasse 45/1,71638 Ludwigsburg
Was ist Anarcho-Syndikalismus? Oder: Die FAU-IAA stellt sich vor
Jeder von uns hat die Formel „Ein Angriff auf eine von uns ist ein
Angriff auf alle!“ schon mal gehört. Und ebenso haben wir alle schon
oft die Phrase von der „Solidarität“ vernommen. Aber was könnte die
wirkliche, praktische Bedeutung dieser und noch ein paar anderer
bekannter sozialistischer Schlagworte aus der ArbeiterInnenbewegung
sein? Rudolf Mühland geht diesen und anderen Fragen nach und gibt dabei
einen kleinen historischen Überblick über die Wurzeln des
Anarcho-Syndikalismus und seine Entwicklung vom 19 bis zum 21
Jahrhundert. Dabei legt er einen Schwerpunkt auf die heutige Freie
ArbeiterInnen Union (FAU-IAA) und ihre aktuelle Situation. So wichtigen
Fragen wie:
* Wie sind die Menschen innerhalb der FAU organisiert?
* Welche kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Ziele verfolgt die FAU?
* Wer kann mitmachen?
oder auch
* Wie steht die FAU zur Bertiebsratsfrage?
* Wie steht die FAU zu Tarifverträgen?
und viele andere Fragen mehr werden angesprochen. Nach dem Vortrag mit
Präsentation bleibt Zeit die aufgeworfenen Thesen zu diskutieren und
weiterführende Probleme zu erörtern.
12.04.2010, 19:00 Uhr – Melanchthonianum auf dem Universitätsplatz, Halle
Was ist eigentlich Anarchie?“
Obwohl Leo Trozki die anarchistische Bewegung schon in den 1920’ern
„auf dem Misthaufen der Geschichte“ gesehen hat, ist diese Bewegung
noch heute Weltweit vorhanden. Was macht eine Idee, die vor über 150
Jahren das Licht der Öfentlichkeit erblickte noch heute aktraktiv?
Welche Ideen liegen heutiger anarchistischer Praxis zu Grunde? Von
vielen als „Schwäche des Anarchismus“ bezeichnet, von den
AnarchistInnen selbst jedoch als eine ihrer „Stärken“ betrachtet, hat
die anarchistische Bewegung viele Wurzeln und im laufe der Geschichte
kamen viele “neue” Wurzeln hinzu. Praktisch und philosophische Fragen
haben sehr früh dazu geführt das sich verschiedene anarchistische
“Schulen” gebildet haben.
Anhand eines kleinen historischen Überblicks über die verschiedenen
Strömungen des „Anarchimus“ und konkreter Beispiele aus dem Alltag geht
Rudolf Mühland der Frage nach was Anarchie ist und welche Antworten sie
für die Probleme Heute und in der Zukunft liefern kann.
26.04.2010, – Halle
Was ist Anarcho-Syndikalismus? Oder: Die FAU-IAA stellt sich vor
Jeder von uns hat die Formel „Ein Angriff auf eine von uns ist ein
Angriff auf alle!“ schon mal gehört. Und ebenso haben wir alle schon
oft die Phrase von der „Solidarität“ vernommen. Aber was könnte die
wirkliche, praktische Bedeutung dieser und noch ein paar anderer
bekannter sozialistischer Schlagworte aus der ArbeiterInnenbewegung
sein? Rudolf Mühland geht diesen und anderen Fragen nach und gibt dabei
einen kleinen historischen Überblick über die Wurzeln des
Anarcho-Syndikalismus und seine Entwicklung vom 19 bis zum 21
Jahrhundert. Dabei legt er einen Schwerpunkt auf die heutige Freie
ArbeiterInnen Union (FAU-IAA) und ihre aktuelle Situation. So wichtigen
Fragen wie:
* Wie sind die Menschen innerhalb der FAU organisiert?
* Welche kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Ziele verfolgt die FAU?
* Wer kann mitmachen?
oder auch
* Wie steht die FAU zur Bertiebsratsfrage?
* Wie steht die FAU zu Tarifverträgen?
und viele andere Fragen mehr werden angesprochen. Nach dem Vortrag mit
Präsentation bleibt Zeit die aufgeworfenen Thesen zu diskutieren und
weiterführende Probleme zu erörtern.
16.05.2010, 10:00 Uhr – Biel/Bienne
Was ist Anarcho-Syndikalismus? Oder: Die FAU-IAA stellt sich vor
Jeder von uns hat die Formel „Ein Angriff auf eine von uns ist ein
Angriff auf alle!“ schon mal gehört. Und ebenso haben wir alle schon
oft die Phrase von der „Solidarität“ vernommen. Aber was könnte die
wirkliche, praktische Bedeutung dieser und noch ein paar anderer
bekannter sozialistischer Schlagworte aus der ArbeiterInnenbewegung
sein? Rudolf Mühland geht diesen und anderen Fragen nach und gibt dabei
einen kleinen historischen Überblick über die Wurzeln des
Anarcho-Syndikalismus und seine Entwicklung vom 19 bis zum 21
Jahrhundert. Dabei legt er einen Schwerpunkt auf die heutige Freie
ArbeiterInnen Union (FAU-IAA) und ihre aktuelle Situation. So wichtigen
Fragen wie:
* Wie sind die Menschen innerhalb der FAU organisiert?
* Welche kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Ziele verfolgt die FAU?
* Wer kann mitmachen?
oder auch
* Wie steht die FAU zur Bertiebsratsfrage?
* Wie steht die FAU zu Tarifverträgen?
und viele andere Fragen mehr werden angesprochen. Nach dem Vortrag mit
Präsentation bleibt Zeit die aufgeworfenen Thesen zu diskutieren und
weiterführende Probleme zu erörtern.
28.05.2010, – Pfingstcamp von Bandida Vaga
Was ist Anarcho-Syndikalismus? Oder: Die FAU-IAA stellt sich vor
Jeder von uns hat die Formel „Ein Angriff auf eine von uns ist ein
Angriff auf alle!“ schon mal gehört. Und ebenso haben wir alle schon
oft die Phrase von der „Solidarität“ vernommen. Aber was könnte die
wirkliche, praktische Bedeutung dieser und noch ein paar anderer
bekannter sozialistischer Schlagworte aus der ArbeiterInnenbewegung
sein? Rudolf Mühland geht diesen und anderen Fragen nach und gibt dabei
einen kleinen historischen Überblick über die Wurzeln des
Anarcho-Syndikalismus und seine Entwicklung vom 19 bis zum 21
Jahrhundert. Dabei legt er einen Schwerpunkt auf die heutige Freie
ArbeiterInnen Union (FAU-IAA) und ihre aktuelle Situation. So wichtigen
Fragen wie:
* Wie sind die Menschen innerhalb der FAU organisiert?
* Welche kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Ziele verfolgt die FAU?
* Wer kann mitmachen?
oder auch
* Wie steht die FAU zur Bertiebsratsfrage?
* Wie steht die FAU zu Tarifverträgen?
und viele andere Fragen mehr werden angesprochen. Nach dem Vortrag mit
Präsentation bleibt Zeit die aufgeworfenen Thesen zu diskutieren und
weiterführende Probleme zu erörtern.
02.07.2010, – Iserlohn
zwei Bosse sind mindestens einer zu viel – Leiharbeit abschaffen
öffentliche Rede gegen Leiharbeit auf dem jährlichen Friedensfest in Iserlohn.