Anti-A
Up one level... was die KritikerInnen des Anarchismus zu bieten haben und Repliken der AnarchistInnen
- Anarchismus – Gar nicht so radikal: „Keine Macht für niemand!“ — by Simon Nagy, SLP-Wien — last modified 2010-07-04 21:33
- …so lautet eine der bekanntesten Parolen des Anarchismus. Der Anarchismus ist eine Idee, die aufgrund ihrer vermeintlichen Radikalität unter Jugendlichen wieder verstärkt Anklang findet. Aber was steckt hinter der anarchistischen Weltanschauung? Anarchie ist griechisch und heißt Herrschaftslosigkeit. Dies ist nicht gleichzusetzen mit der oft chaotischen Vorangehensweise der Autonomen und AnarchistInnen auf Demos. Im Gegenteil: Anarchismus hat wie Sozialismus und Kommunismus eine klassenlose Gesellschaft ohne Unterdrückung, soziale Unterschiede, gesellschaftliche Zwänge oder bürgerliche Normen zum Ziel. Doch der Unterschied ist der Weg, zu diesem Ziel zu gelangen.
- einfuehrung in den und kritik am anarchismus — by ? — last modified 2010-12-20 13:20
- Anarchie wird heutzutage als Synonym für Gewalt und Chaos verwendet. Dagegen gibt es spätestens seit Mitte des 19. Jahrhunderts politisch-theoretische Ansätze, die sich unter dem Begriff Anarchismus zusammenfassen lassen und nicht einfach nur in Gesetzlosigkeit und Terror auslaufen sollen.
- Anarchismus — by Peter Möller, Berlin. — last modified 2010-12-20 13:20
- Anarchismus ist die philosophisch/politisch/soziologische Lehre bzw. Überzeugung, die besagt, daß eine ideale menschliche Gesellschaft keine Regierung und keinen Staat haben sollte. Verbunden damit ist die Überzeugung, daß die Menschen von Natur aus gut seien, und erst durch die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse schlecht gemacht würden. Einige Anarchisten propagieren den gewaltsame Umsturz (z. B. Bakunin) andere lehne Gewalt zur Herbeiführung der Anarchie ab und setzen auf Erziehung (z. B. Godwin). Ersetzt werden soll der Staat durch grenzenlose Freiheit des Einzelnen und/oder durch freiwillige Zusammenschlüsse gleichberechtigter Menschen. Auch auf wirtschaftlichem Gebiet wird die freiwillige Kooperation gleichberechtigter Menschen dem Kapitalismus und anderen auf Autorität und Privateigentum beruhenden Wirtschaftsord-nungen vorgezogen. (Einige Anarchisten haben unbeschränktes Privateigentum gefordert z. B. Proudhon.) Anhänger des Anarchismus betonen häufig den Unterschied von Anarchie und Anomie. Anarchie sei Herrschaftslosigkeit, deshalb aber nicht gleich eine Gesellschaft ohne Gesetz und Ordnung. Anarchosyndikalismus: Eine in den romanischen Ländern früher mal bestehende sozial-revolutionäre Bewegung, die die Arbeiter organisieren wollte und nur die Gewerkschaften als effektive Kampforgane betrachteten.
- Kritik am Anarchismus — by http://www.junge-linke.org/ — last modified 2010-12-20 13:21
- Vorbemerkung: Hier soll es um theoretische Fehler gehen. Deswegen finden sich hier - der Sache angemessen - recht wenig freundliche Bemerkungen. Auch wird hier bewußt ignoriert, daß auch schon AnarchistInnen und insbesondere anarchistischen TheoretikerInnen einiges aufgefallen ist, von dem, was ich hier kritisiere. Es geht hier um übliche Fehler von Leuten, die sich "AnarchistInnen" oder "Autonome" nennen. Andere Linke sind oft nicht besser - aber an ihnen gibt es meistens andere Sachen zu kritisieren.
- Give the Anarchist a theory - Renaissance des libertären Kommunismus — by torsten.bewernitz — last modified 2010-12-20 13:21
- Vielleicht ist es ja ein subjektiver Eindruck ? aber scheinbar sind in den letzten anderthalb Jahren so viele Bücher über den Anarchismus erschienen wie in kürzerer Vergangenheit selten zuvor. Teilweise lässt sich das mit dem 70jährigen Jubiläum der Spanischen Revolution erklären, teilweise, wie im Falle des Anarchismus-Bandes in der Reihe theorie.org von Hans-Jürgen Degen und Jochen Knoblauch, ist es auch einfach nur Zufall, war das Buch doch bereits seit zwei Jahren angekündigt. Allerdings geht der Band dieser Tage auch schon in die zweite, überarbeitete Auflage, das heißt, es verkauft sich scheinbar für einen kleinen, linken Verlag sehr gut. Und vor einigen Wochen ist mit Horst Stowassers ?Anarchie!? im Nautilus-Verlag quasi die Mega-Version dieser Einführung erschienen. Und behält recht: Stowassers ?Anarchie!? schaffte es direkt auf Platz 1 der Buchtipps von NDR und Süddeutscher Zeitung im Juni 2007. Darüber hinaus erschienen 2006 mit Gerhard Senfts ?Essenz der Anarchie? (Promedia) und kürzlich mit Achim von Borries? und Ingeborg Weber-Brandies? ?Anarchismus ? Theorie, Kritik, Utopie? (Verlag Graswurzelrevolution) zwei Bände mit historischen Beiträgen von AnarchistInnen. Während Senft anhand des Oberthemas ?Parlamentarismus? eine neue Sammlung von Texten herausgab, ist die Txtsammlung von Borries und Weber-Brandies die Neuauflage eines bereits 1968 erschienen Sammelbandes.